Kroatien ist weiterhin gut aufgestellt, um globale Energieengpässe zu bewältigen, und es besteht keine Gefahr von Treibstoffknappheit, sagte Premierminister Andrej Plenković.
In der Sendung A sada Vlada sprach Plenković über eine Reihe globaler und nationaler Herausforderungen, darunter die Volatilität der globalen Energiemärkte, potenzielle Sicherheitsrisiken und mögliche Migrationsbelastungen.
Der Premierminister merkte an, dass die jüngsten geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, einschließlich Angriffe mit Beteiligung Israels, der Vereinigten Staaten und des Irans, die globalen Ölpreise stark in die Höhe getrieben haben.
Vor der Eskalation des Konflikts lag der Ölpreis bei rund 70 Dollar pro Barrel, stieg aber schnell auf etwa 100 Dollar und kletterte kurzzeitig sogar noch höher.
Laut Plenković wirken sich solche Preiserhöhungen unweigerlich auf die weltweiten Kraftstoffpreise aus. Kroatien sei jedoch darauf vorbereitet, die Auswirkungen abzufedern.
Die Regierung hat ihr zehntes Hilfspaket im Wert von 450 Millionen Euro zur Abmilderung der Folgen der neuen Energiekrise vorgestellt. Das Paket zielt darauf ab, den Anstieg der Kraftstoff- und Flüssiggaspreise zu begrenzen und gleichzeitig gezielte Hilfen für die am stärksten betroffenen Sektoren bereitzustellen.
Die Unterstützung umfasst 20 Millionen Euro für die Landwirtschaft und 8 Millionen Euro für die Fischereiindustrie sowie die fortgesetzte Hilfe für gefährdete Energieverbraucher.
Die Preisregulierungen für wichtige Energieprodukte bleiben für die nächsten sechs Monate, bis zum 1. Oktober, in Kraft und gewährleisten so Stabilität für Haushalte und Unternehmen.
Plenković betonte, dass Energiesicherheit weiterhin höchste Priorität habe. Kroatien profitiere von wichtiger strategischer Infrastruktur, darunter sein Ölterminal, seine Raffinerie und sein LNG-Terminal, die gemeinsam die Widerstandsfähigkeit des Landes bei globalen Versorgungsengpässen stärkten.
„Wir sind energetisch gut aufgestellt“, sagte der Premierminister und fügte hinzu, dass die Regierung in ständigem Austausch mit den Vertriebshändlern stehe, um eine stabile Versorgung und akzeptable Kraftstoffpreise zu gewährleisten.
Ein Teil der Kosten für die Preissenkung wurde durch reduzierte Verbrauchssteuern aufgefangen, während auch die Vertriebshändler einen Teil der Last übernommen haben.
Plenković rief die Bürger außerdem dazu auf, nicht in Panik zu geraten oder sich beeilen zu müssen, die Treibstofftanks zu füllen, und betonte, dass die Regierung für eine stabile Versorgung sorgen werde.
Mit Blick auf die Zukunft hob er hervor, wie wichtig es sei, den Übergang Kroatiens zu erneuerbaren Energiequellen zu beschleunigen, um die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen zu verringern.
Trotz der globalen Unsicherheit sagte Plenković, die kroatische Wirtschaft sei heute deutlich stärker als in früheren Krisen.
Das BIP des Landes ist von 47 Milliarden Euro bei seinem Amtsantritt auf 93 Milliarden Euro im Jahr 2025 gestiegen, wobei Prognosen für dieses Jahr 98,5 Milliarden Euro und für 2027 über 100 Milliarden Euro erwarten lassen.
Er fügte hinzu, dass verantwortungsvolle Finanzpolitik und sinkende Staatsverschuldung dazu beigetragen hätten, Kroatien in Zeiten globaler Instabilität widerstandsfähiger zu machen.
Redaktion Wirtschaft
Bild: Dalmatinka Media






