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Die Inflation in Kroatien erreicht 5,8 %

von Norbert Rieger
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Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 1,5 Prozent gegenüber März, was auf einen erneuten Inflationsdruck nach einer Phase relativer Stabilisierung hindeutet.

Energiepreise treiben Inflation in die Höhe

Den stärksten Anstieg verzeichnete der Energiesektor mit einem Preisanstieg von 17,5 Prozent im Jahresvergleich und 4,9 Prozent im Monatsvergleich. Auch der Dienstleistungssektor legte deutlich zu und stieg im Jahresvergleich um 8,2 Prozent, während Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren mit 3,5 Prozent moderater zulegten.

Im Gegensatz dazu sanken die Preise für industrielle Non-Food-Produkte ohne Energie im Jahresvergleich leicht.

Ministerpräsident Andrej Plenković erklärte, der Anstieg der Inflation sei größtenteils auf steigende Energiekosten zurückzuführen, die mit geopolitischen Spannungen zusammenhängen.

„Dieser Anstieg ist eine direkte Folge der höheren Energiepreise, insbesondere der Kraftstoffpreise, aufgrund der Situation im Nahen Osten“, sagte Plenković und merkte an, dass die Energiekosten fast die Hälfte des gesamten Inflationsanstiegs ausmachten.

Globale Faktoren hinter steigenden Kosten

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Die Regierung nannte externe Schocks, darunter Störungen im Zusammenhang mit Spannungen im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf die globalen Ölmärkte, als Hauptursachen für die steigenden Preise.

Laut Plenković hätte die Inflation bei stabilen Energiepreisen eher bei 3 Prozent gelegen. Er fügte hinzu, dass ähnliche Inflationstrends in der gesamten Europäischen Union zu verzeichnen seien, wobei 16 Mitgliedstaaten ein beschleunigtes Preiswachstum meldeten.

Unterdessen zeigten die monatlichen Daten, dass die Preise für Lebensmittel und Getränke stabil blieben, was darauf schließen lässt, dass die steigenden Treibstoffkosten sich noch nicht vollständig auf alle Sektoren ausgewirkt haben.

Regierungsmaßnahmen zielen darauf ab, den Druck zu mindern

Die kroatische Regierung erklärte, sie werde weiterhin Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen steigender Energiekosten auf Haushalte und Unternehmen abzufedern.

Plenković rief die Unternehmen dazu auf, Preiserhöhungen nach Möglichkeit zu begrenzen, insbesondere in Sektoren, die nicht direkt von der Energiekrise betroffen sind.

„Wir erwarten von allen Beteiligten, dass sie sich bemühen, sicherzustellen, dass Preiserhöhungen nicht unnötigerweise an die Bürger weitergegeben werden“, sagte er.

Vorläufige Daten auf Basis des harmonisierten Verbraucherpreisindex zeigen einen etwas geringeren jährlichen Anstieg von 5,4 Prozent, was den allgemeinen Trends in der Eurozone entspricht. Die endgültigen Inflationszahlen für April werden voraussichtlich am 15. Mai veröffentlicht.

Redaktion Wirtschaft
Bild: HRT

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