Der kroatische Bausektor verzeichnete Anfang 2026 eine deutliche Abschwächung. Neu veröffentlichte Zahlen zeigen einen starken Rückgang bei der Anzahl der erteilten Baugenehmigungen.
Im Februar 2026 wurden insgesamt 722 Baugenehmigungen erteilt, was einem Rückgang von 25,5 % gegenüber dem gleichen Monat im Jahr 2025 entspricht, teilte das kroatische Statistikamt heute in einer Erklärung mit.
Der Abwärtstrend ist noch deutlicher zu erkennen, wenn man die ersten beiden Monate des Jahres betrachtet: Die Gesamtzahl der zwischen Januar und Februar erteilten Genehmigungen sank im Vergleich zum Vorjahr um 35,1 %.
Die Mehrheit der Genehmigungen betrifft weiterhin Gebäude.
Trotz des allgemeinen Rückgangs bleibt die Struktur der erteilten Genehmigungen weitgehend unverändert. Von den im Februar erteilten Genehmigungen:
• 90,0 % wurden für Gebäude ausgestellt
• 10,0 % entfielen auf andere Arten von Bauprojekten.
Dies deutet darauf hin, dass traditionelle Bauprojekte weiterhin die Bautätigkeit in Kroatien dominieren.
Neubauten bleiben führend
Neubauprojekte stehen im Sektor weiterhin im Vordergrund. Die Daten zeigen Folgendes:
• 80,2 % der Baugenehmigungen wurden für Neubauten erteilt.
• 19,8 % entfielen auf Wiederaufbau- oder Renovierungsprojekte.
Dies lässt darauf schließen, dass Entwickler trotz der Verlangsamung weiterhin Neubauprojekte gegenüber Modernisierungen bestehender Gebäude priorisieren.
Mehr als 1.200 neue Wohnungen geplant
Den im Februar erteilten Baugenehmigungen zufolge ist der Bau von 1.266 Wohnungen geplant. Die durchschnittliche Größe dieser Wohneinheiten beträgt 93,6 Quadratmeter, was auf eine anhaltende Präferenz für relativ geräumige Wohnimmobilien hindeutet.
Anzeichen für nachlassende Bautätigkeit
Die neuesten Zahlen deuten auf eine Abkühlung der Bautätigkeit in Kroatien hin, insbesondere im Vergleich zu den hohen Aktivitätsniveaus im Jahr 2025. Der Rückgang der Baugenehmigungen könnte auf eine Kombination von Faktoren hindeuten, darunter veränderte Marktbedingungen, steigende Kosten oder Verschiebungen im Investitionsverhalten.
Während Neubauten weiterhin dominieren und Wohnbauprojekte in Planung bleiben, deutet der Rückgang der Baugenehmigungen darauf hin, dass sich das Tempo der zukünftigen Bautätigkeit in den kommenden Monaten verlangsamen könnte.
Die kommenden Quartale werden entscheidend dafür sein, ob dieser Trend einen vorübergehenden Rückgang oder eine längerfristige Anpassung im kroatischen Bausektor darstellt.
Redaktion Wirtschaft
Bild: zVg.





