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Kroatien schlägt neues Gastgewerbegesetz vor

von Norbert Rieger
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Dieser Schritt erfolgt in einer Zeit, in der sich die Branche stark verändert, da der bestehende Regulierungsrahmen bereits neunmal geändert wurde.

Die Marktbedingungen für Gastgewerbe- und Tourismusdienstleistungen haben sich erheblich verändert, was eine Aktualisierung der Gesetzgebung erforderlich macht.

In der HRT-Sendung Studio 4 schilderte Hrvoje Margan, Präsident der Gilde für Gastgewerbe und Tourismus der Kroatischen Handwerkskammer, den aktuellen Stand der Branche im Vorfeld der kommenden Touristensaison.

Margan erklärte, dass die Preise in Gastronomiebetrieben voraussichtlich weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres bleiben werden. Etwaige Preiserhöhungen würden, so Margan, hauptsächlich von steigenden Inputkosten abhängen, insbesondere von solchen, die mit dem Einkauf von Waren bei Einzelhändlern zusammenhängen.

Laut Margan werden die Preisanpassungen in Restaurants und Cafés den Preiserhöhungen der Lieferanten entsprechen. Aktuelle Schätzungen gehen von Preiserhöhungen zwischen 3 und 5 Prozent aus.

Während die Umsätze im Sektor gestiegen sind, geriet die Rentabilität unter Druck. Branchenanalysen deuten darauf hin, dass die nominalen Umsätze in den Jahren 2024 und 2025 um 12 bis 15 Prozent steigen werden.

Die Betriebskosten sind im gleichen Zeitraum jedoch um mehr als 20 Prozent gestiegen.

Infolgedessen sind die Gesamtgewinnmargen im Gastgewerbe unter 10 Prozent gesunken, was Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit der Branche aufkommen lässt, ohne entsprechende Preisanpassungen zu investieren und Wachstum aufrechtzuerhalten.

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Prsut, Pivac-frisch aus der Keule geschnitten

Die Lohnkosten stellen weiterhin die größte Belastung dar. Die Löhne in diesem Sektor haben sich in den letzten Jahren praktisch verdoppelt: Kellner in ganzjährigen Tourismuspositionen verdienen zwischen 1.200 und 1.500 Euro pro Monat, während Köche zwischen 1.500 und 2.000 Euro verdienen können.

Mit Blick auf die Zukunft wird ein moderates Lohnwachstum erwartet, das voraussichtlich nur um wenige Prozentpunkte steigen wird, im Einklang mit etwaigen Preiserhöhungen im gesamten Sektor.

Der Gesetzesentwurf und der laufende Konsultationsprozess kommen zu einem kritischen Zeitpunkt für das kroatische Gastgewerbe, da die Unternehmen steigende Kosten mit der Notwendigkeit, in einer wichtigen Säule der tourismusorientierten Wirtschaft des Landes wettbewerbsfähig zu bleiben, in Einklang bringen müssen.

Redaktion Politik
Bild: Gastro-Marktplatz

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