Kroatien erzielt stetige Fortschritte bei einem großen nationalen Katastervermessungsprojekt im Wert von 401 Millionen Euro, das darauf abzielt, die offiziellen Eigentumsregister mit der tatsächlichen Situation vor Ort in Einklang zu bringen.
Die Initiative, die von der staatlichen Geodätischen Verwaltung geleitet wird, läuft nun im vierten Jahr und liefert bereits sichtbare Ergebnisse im ganzen Land.
Generaldirektor Antonio Šustić teilte HRT mit , dass bisher mehr als eine halbe Million Katasterparzellen erfasst wurden, die sich über rund 100.000 Hektar in 106 lokalen Verwaltungseinheiten erstrecken.
An 188 Standorten im ganzen Land sind die Arbeiten entweder im Gange oder bereits abgeschlossen, was das Ausmaß des Projekts unterstreicht.
Konkrete Ergebnisse sind bereits sichtbar. In 31 Katastergemeinden wurden die aktualisierten Kataster- und Grundbuchdaten offiziell eingeführt, weitere 25 werden voraussichtlich in den kommenden Wochen folgen. Die Aktualisierung in mindestens 30 weiteren Gemeinden ist anschließend geplant.
Während im Norden und Nordosten Kroatiens derzeit die größten Fortschritte zu verzeichnen sind, stellen die südlichen Regionen komplexere Herausforderungen dar.
Die Behörden betonen jedoch, dass Anstrengungen unternommen werden, um eine einheitliche Datenqualität und -zugänglichkeit in allen Regionen zu gewährleisten.
Das Projekt stellt eine bedeutende staatliche Investition dar, doch die Verantwortlichen betonen, dass der Nutzen weit über den finanziellen Gewinn hinausgehen wird.
Verbesserte Grundbuchdaten sollen neue Investitionen anregen, die Raumplanung verbessern, eine effektivere Nutzung von EU-Mitteln unterstützen und den Umweltschutz stärken.
In Bereichen, in denen die Arbeiten bereits abgeschlossen sind, lassen sich schon spürbare Verbesserungen feststellen.
Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist ein wesentlicher Bestandteil des Prozesses. Die Bürgerinnen und Bürger werden dringend gebeten, ihre Grundstücksdaten zu überprüfen und zu aktualisieren sowie an den im Vorfeld der Erhebungen stattfindenden Informationsveranstaltungen teilzunehmen.
Diese öffentlichen Versammlungen dienen als Einführung in das Verfahren, erläutern die Pflichten und stellen sicher, dass die Grundstückseigentümer ihre Rolle verstehen. Die Teilnehmer sind verpflichtet, an Ortsbesichtigungen teilzunehmen, Grundstücksgrenzen zu markieren und die entsprechenden Unterlagen vorzulegen.
Trotz der Komplexität in Gebieten mit einer großen Anzahl registrierter Grundstücke und Eigentümer berichten die Behörden im Allgemeinen von einer starken öffentlichen Beteiligung.
In einem Beispiel aus Međimurje wurden zunächst fast 50.000 registrierte Personen mit Grundbucheinträgen verknüpft, doch der Prozess klärte die Eigentumsverhältnisse schließlich auf etwa 3.000 bis 3.500 tatsächliche Eigentümer.
Offizielle Stellen betonen, dass auch in Fällen, in denen Einzelpersonen nicht reagieren, rechtliche Schutzmechanismen dafür sorgen, dass keine Eigentumsrechte verloren gehen.
Redaktion Politik
Bild: places of juma




