Kroatien zählt weiterhin zu den Ländern der Europäischen Union mit der höchsten Inflation, wie neue vorläufige Daten zur Messung der Preisentwicklung im gesamten Staatenbund zeigen.
Laut den vom kroatischen Statistikamt veröffentlichten Zahlen auf Basis des harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) erreichte die jährliche Inflation in Kroatien im März 2026 4,7 % und liegt damit im oberen Bereich der EU-Inflationstabelle.
Die von Eurostat zusammengestellten Daten vergleichen das jährliche und monatliche Preiswachstum in den EU-Mitgliedstaaten.
Die neuesten Zahlen zeigen, dass Kroatien die höchste jährliche Inflationsrate in der EU verzeichnete.
Laut dem Vergleich vom März:
• Kroatien: 4,7 % jährliche Inflation, 1,2 % monatlicher Anstieg
• Litauen: 4,5 % jährliche Inflation
• Slowakei: 3,7 %
• Irland: 3,6 %
• Lettland: 3,6 %
Andere große EU-Volkswirtschaften verzeichneten niedrigere Wachstumsraten. Zum Beispiel: • Deutschland: 2,8 %
• Frankreich: 1,9 %
• Italien: 1,5 %
Auch in Kroatien stieg die monatliche Inflation um 1,2 % gegenüber Februar 2026.

Die Preise in Kroatien steigen von Jahr zu Jahr stark an.

Vorläufige Schätzungen, die die Verbraucherpreise auf nationaler Ebene messen, zeigen, dass die Gesamtpreise für Waren und Dienstleistungen für den persönlichen Verbrauch im März 2026 um 4,8 % höher lagen als im März 2025.
Im Monatsvergleich lagen die Preise 1,4 % höher als im Februar 2026.
Energie und Dienstleistungen treiben die Inflation an
Die größten Preissteigerungen wurden im Energie- und Dienstleistungssektor verzeichnet.
Die geschätzten jährlichen Preisänderungen nach Kategorien waren:
• Energie: +11,3 %
• Dienstleistungen: +7,8 %
• Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren: +3,9 %
• Industrielle Non-Food-Produkte (ohne Energie): −0,6 %
Die Energiekosten waren daher in diesem Zeitraum der stärkste Treiber der Inflation.
Betrachtet man die monatlichen Veränderungen zwischen Februar und März 2026, so waren die größten Zuwächse erneut im Energiesektor zu verzeichnen.
Die Inflationszahlen für März sind vorläufige Schätzungen. Die endgültigen Verbraucherpreisdaten, klassifiziert nach dem ECOICOP-System, werden am 16. April 2026 veröffentlicht.
Die HVPI-Schätzungen der Eurozone für März sind auf der Website von Eurostat verfügbar.
Redaktion Wirtschaft
Bild: Plodine/Eurostat




