Die istrische Polizei bestätigte: „Es hatte kein Kennzeichen.“ Gestern ereignete sich auf den Brijuni-Inseln eine etwas dramatische Situation: Eine Gruppe slowenisch-kroatischer Staatsbürger versuchte offenbar, mit einer falschen militärischen Identität Sicherheitsprotokolle und finanzielle Verpflichtungen zu umgehen.
Polizeibeamte der See- und Flughafenpolizei Pula-Pola führten gestern in Zusammenarbeit mit der Küstenwache eine gemeinsame Seepatrouille durch und besuchten die Gewässer vor Pula und Medulin.
Gegen 14:15 Uhr wurde im Hafen der Insel Veli Brijun ein Schiff gesichtet, das einem Militärschiff ähnelte. Die Polizeibeamten stellten fest, dass das Schiff einer juristischen Person gehörte und in Kroatien registriert war, jedoch kein Kennzeichen trug.
Da ein Verstoß gegen das Seerecht vorliegt, wird die Polizei der Hafenbehörde eine Mitteilung zukommen lassen, damit diese weitere Maßnahmen in ihrem Zuständigkeitsbereich ergreifen kann.
57-jähriger Bootskapitän aus Slowenien
Es wurde festgestellt, dass der Kapitän des Bootes ein 57-jähriger slowenischer Staatsbürger war, der zum Zeitpunkt des Polizeieinsatzes Zivilkleidung trug.
Bezüglich der in den Medien verbreiteten Vorwürfe der angeblichen Falschdarstellung zum Zweck der kostenlosen Nutzung von Liegeplätzen sowie weiterer mutmaßlicher Rechtsverstöße wird die Polizei strafrechtliche Ermittlungen einleiten, da der Kapitän des Bootes sich gegenüber den Polizeibeamten weder falsch dargestellt noch falsche Angaben zur Nutzung der Liegeplätze gemacht hat.
Wir betonen, dass sich gestern, als das Schiff im Hafen gefunden wurde, keine geschützte Person auf den Brijuni-Inseln befand. Daher weisen wir die Medienberichte zurück, wonach das Schiff in ein Gebiet mit geschützten Personen eingedrungen sei und es sich um einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall gehandelt habe – so die istrische Polizei.
Redaktion Nautik
Bild: morski.hr




