Seit dem frühen Frühling liegt ein halb gesunkenes Schiff in der Galešnica-Bucht in Grebaštica bei Šibenik.
Obwohl sich mit Sicherheit Motoröl im Motor und möglicherweise auch Treibstoff im Tank befindet, hat seit Monaten niemand etwas unternommen. Es ist eine absolute Farce und eine Umweltgefährdung, die für Einheimische und Besucher gleichermaßen sichtbar ist.
Die Leserin, die uns „aktuelle“ Bilder dieser Verhöhnung zugeschickt hat, behauptet, sie habe sowohl die LK als auch die Polizei kontaktiert, aber von allen eine inoffizielle Antwort erhalten, dass es „sie nichts angehe“.
Es stellt sich die Frage, wie es sein kann, dass im Jahr 2026 in Kroatien niemand für ein gesunkenes Schiff verantwortlich gemacht wird, das die Ursache für einen Ökozid sein könnte.
Einige wichtige Punkte sind hierbei sicherlich:
- Die Identität ist bekannt: Das Boot ist ordnungsgemäß registriert, sodass der rechtmäßige Eigentümer leicht zu ermitteln ist. Der Mann, der das Boot benutzt hat, ist angeblich ein slowenischer Staatsbürger mit Wohnsitz in Grebaštica, es ist jedoch nicht bekannt, ob er auch der rechtmäßige Eigentümer des Bootes ist.
- Systematische Zerstörung der Bucht: Galešnica ist zum „Wilden Westen“ geworden. Jedes Jahr werden 10 bis 15 neue „Colpo-Mortas“ ohne Genehmigung in der Bucht hinzugefügt, d. h. illegale Ankerplätze an allen Seiten (die Frage ist, ob jemand damit illegalen finanziellen Gewinn erzielt), und die Küste wird ohne jegliche Kontrolle verwüstet.
- Schweigen und Verantwortungsverschiebung: Die Einheimischen zucken meist nur mit den Schultern und sagen Parolen wie „Das ist nicht mein Problem“, während die Behörden die Meldungen ignorieren.
In einer solchen postapokalyptischen Situation bleibt ein gesunkenes Schiff monatelang liegen und verseucht möglicherweise die Umwelt als Symbol eines untergegangenen Systems. Besteht Hoffnung, dass jemand etwas unternimmt? Was geschieht hier wirklich? Wir werden versuchen, dies gemeinsam mit der Polizei, der LK und anderen Institutionen herauszufinden.
Redaktion Nautik
Bild: morski.hr




