Kroatien hat seine ersten nationalen Daten zu Mikroplastik in Trinkwasser erfasst und damit einen Referenzpunkt für zukünftige Überwachungs- und Vergleichszwecke mit Ergebnissen aus ganz Europa geschaffen.
Die Ergebnisse, die vom Josip-Juraj-Strossmayer-Institut für Wasser erstellt und in den Bericht 2025 des Kroatischen Instituts für öffentliche Gesundheit über die Gesundheitssicherheit von Trinkwasser in der Republik Kroatien aufgenommen wurden, zeigen eine durchschnittliche Konzentration von 0,144 Partikeln prioritärer Polymere pro Liter aufbereitetem Wasser und Wasser aus dem Verteilungsnetz.
Dies entspricht ungefähr einem Mikroplastikpartikel pro sieben Liter Wasser.
Die Ergebnisse wurden durch Forschungsmonitoring erzielt, das gemäß der europäischen Methodik zur Überwachung von Mikroplastik im Trinkwasser durchgeführt wurde.
Im nationalen Bericht wird darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse Kroatiens mit den in der verfügbaren europäischen Forschung berichteten Werten vergleichbar oder niedriger sind, wobei die Konzentrationen zwischen etwa 0,9 und 2 Partikeln pro Liter liegen.
Direkte Vergleiche sollten jedoch mit Vorsicht interpretiert werden, da die Ergebnisse je nach Größe der gemessenen Partikel und den verwendeten Analysemethoden erheblich variieren können.
Offizielle Vertreter haben betont, dass die Bedeutung der Ergebnisse nicht nur in der gemessenen Konzentration liegt, sondern auch in der Festlegung des ersten nationalen Referenzwertes Kroatiens auf der Grundlage einer gemeinsamen europäischen Methodik.
Dies schafft eine Grundlage für die Beobachtung von Veränderungen im Laufe der Zeit und den Vergleich zukünftiger Ergebnisse mithilfe konsistenter und wissenschaftlich vergleichbarer Methoden.
Im Rahmen der Forschungsarbeiten analysierte das Institut neben den nach der europäischen Methodik erforderlichen Messungen auch Rohwasser. Dadurch war es erstmals möglich, Veränderungen der Mikroplastikkonzentrationen während des gesamten Wasseraufbereitungsprozesses zu verfolgen.
Die Überwachung ergab, dass in den untersuchten Wasserversorgungssystemen, die Oberflächenwasserquellen nutzen, die Anzahl der Mikroplastikpartikel während der Aufbereitung im Durchschnitt um 94,7 % reduziert wurde.
Die ersten landesweiten Ergebnisse haben in Kroatien beträchtliche öffentliche und mediale Aufmerksamkeit erregt und unterstreichen das wachsende Interesse an der Überwachung neuartiger Indikatoren der Wasserqualität.
Das Institut erklärte, es werde weiterhin die nationale Überwachung neuer Indikatoren für die Wasserqualität sowie die erforderlichen Fach- und Laborkapazitäten zur Anwendung fortschrittlicher europäischer Überwachungsmethoden ausbauen.
Die Ergebnisse sollen eine Grundlage für die weitere Bewertung und den Schutz der kroatischen Wasserressourcen bilden, wobei künftige Entscheidungen zunehmend auf verlässlichen, vergleichbaren und wissenschaftlich fundierten Daten beruhen.
Redaktion Breaking News
Bild: RiffReporter





