Sechs junge Ausländer wurden heute gegen 14 Uhr in Štinjan, einem Ortsteil von Pula, verletzt, als das Dach eines verlassenen Militärbunkers unter ihnen einstürzte. Der Unfall ereignete sich unterhalb der bekannten österreichisch-ungarischen Festung Punta Christo.
Laut Angaben des Regional Express sind alle Verletzten in ihren Zwanzigern. Der Unfall ereignete sich, als eine Gruppe junger Leute auf das Dach einer alten Militäranlage kletterte. Das baufällige Gebilde gab unter ihrem Gewicht nach, wodurch mehrere Personen aus etwa zwei Metern Höhe in den Bunker stürzten.
Einsatz der Rettungsdienste und Zustand der Verletzten
Sofort wurden Rettungskräfte zum Unfallort entsandt. Der Direktor des Allgemeinen Krankenhauses von Pula, Dr. Andrej Angelini , bestätigte die Einlieferung von vier Patienten.
Nach einer notfallmedizinischen Behandlung wurden zwei Jugendliche zur häuslichen Betreuung entlassen, während zwei weitere zur Beobachtung im Krankenhaus blieben.
Die Polizei führt derzeit eine Untersuchung vor Ort durch, um alle Umstände und die genaue Ursache dieses Unfalls zu ermitteln.
Historische Stätte lockt Touristen an, birgt aber Gefahren.
Der Unfallort ist Teil des reichen historischen und befestigten Systems von Pula. Štinjan, am nordwestlichen Stadtrand gelegen, ist voller Überreste militärischer Anlagen aus der Zeit, als Pula der wichtigste Kriegshafen der österreichisch-ungarischen Monarchie war.
Fort Punta Christo ist die bekannteste Küstenfestung der Region. Sie wurde vom 19. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg erbaut, um die Einfahrt zum Golf von Pula zu bewachen. In der Nähe befinden sich das Fort Monte Grosso, alte Artilleriebatterien und ein Netz verlassener Bunker und Schützengräben.
Obwohl diese historischen Stätten oft Touristen und Forscher anziehen, hat das heutige Ereignis die Frage der Sicherheit und des Zustands militärischer Einrichtungen, die seit Jahrzehnten verlassen und nicht instand gehalten werden, erneut aufgeworfen.
Redaktion Breaking News
Bild: adiatic.hr




