Eine beeindruckende, drei Meter hohe Statue der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind wurde neben einem der verkehrsreichsten Schifffahrtswege der kroatischen Adria errichtet und gesegnet.
Die der Jungfrau vom Schnee (Gospa od Sniga) gewidmete Statue wurde am Mittwoch, dem 5. August, von Erzbischof Milan Zgrablić von Zadar während einer Messe zum Festtag in der Bucht Ždrelašćica bei Kukljica auf der Insel Ugljan gesegnet.
Der Schifffahrtskanal zwischen den Inseln Ugljan und Pašman ist im Sommer besonders stark frequentiert; laut Angaben des Erzbistums Zadar passieren ihn täglich mehr als 2.000 Schiffe.
Die aus Brač-Stein gefertigte Statue ist drei Meter hoch, mit Sockel vier Meter, und zählt damit zu den größten Marienstatuen Kroatiens. Sowohl Maria als auch Jesus sind mit Kronen dargestellt.
Die Statue wurde über 18 Monate vom Steinmetz Vlado Knežević in der Steinwerkstatt Markvinia in Biograd na Moru geschnitzt.
Die Initiative zur Aufstellung der Statue wurde vor mehr als zwei Jahren von Pfarrer Don Marko Vujasin und Gemeindemitgliedern der Pfarrei Kukljica mit Unterstützung der Pfarrgemeinderäte, des Erzbistums Zadar, des kroatischen Kulturministeriums, der Gemeinde Kukljica und von Spendern ins Leben gerufen.
Die Statue spiegelt die lange Verehrung der Jungfrau vom Schnee in Kukljica wider. Der lokalen Überlieferung zufolge fanden Seeleute 1514 an der Stelle der heutigen Kapelle ein Gemälde der Jungfrau Maria, woraufhin die Kirche ihr zu Ehren erbaut wurde.
Im Anschluss an die Messe wurde die Statue in einer Bootsprozession von Ždrelašćica zur Pfarrkirche St. Paul in Kukljica getragen, womit eine jahrhundertealte lokale Tradition im Zusammenhang mit dem Fest fortgesetzt wurde.

Erzbischof Zgrablić sagte, die neue Statue sei als Zeichen des Glaubens und der Hoffnung für Seeleute und Passagiere gedacht, die den Ärmelkanal passieren, und betonte gleichzeitig, dass die Prozession mehr als nur eine Touristenattraktion oder eine äußerliche Tradition darstellen solle.
Redaktion Kultur
Bild: Ines Grbić




