Die kroatische Armee wurde eingesetzt, um bei der Bergung eines Nachbaus eines antiken römischen Schiffes zu helfen, der aufgrund des außergewöhnlich niedrigen Wasserstands am Ufer der Drau in der Nähe von Osijek gestrandet war.
Das 18 Meter lange und fünf Tonnen schwere Schiff „ Danuvina Alacris “ ist ein Nachbau einer römischen Galeere und entstand im Rahmen eines Projekts mit der Universität Erlangen-Nürnberg. Das Holzschiff war nach dem Liegenlassen an Land stark beschädigt worden.
Der kroatische Verteidigungsminister Ivan Anušić besuchte am Mittwoch die an der Operation beteiligten Militärangehörigen und hob dabei die technischen Fähigkeiten der kroatischen Streitkräfte sowie die Zusammenarbeit zwischen Kroatien und Deutschland hervor.
Insgesamt nehmen 18 Angehörige der kroatischen Armee teil – 12 vom Pionierbataillon der Garde-Panzerbrigade und sechs vom Pionierregiment.
Militäringenieure haben einen Zugangsweg vorbereitet und spezielle Gleitkufen konstruiert, mit denen das Schiff ins Wasser bewegt werden kann. Aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Stabilität seiner Struktur wurde das Schiff zusätzlich mit Holzbalken gesichert.
Ingenieure bewässern den Holzrumpf ununterbrochen, um ein Austrocknen und Reißen zu verhindern. Brigadegeneral Valentin Skroza erklärte, das Schiff hätte irreparablen Schaden erleiden können, wenn die Reparaturarbeiten um einige Tage verzögert worden wären.

Für die Bergungsaktion werden ein Bagger, ein Bulldozer, ein Baggerlader, ein Lkw, eine Werkstatt, ein Schlepper und zwei Boote benötigt. Ein weiterer Schlepper wurde nach Osijek gebracht, um nach der Rückkehr des Schiffes auf den Fluss zu helfen.
Der Neustart ist derzeit für den 26. August geplant , vorbehaltlich der Ankunft der von der deutschen Universität organisierten Spezialhebeausrüstung und eines Abschleppfahrzeugs.
Sobald die Danuvina Alacris wieder im Wasser ist, wird sie voraussichtlich zum Transithafen in Osijek geschleppt, wo sie auf ein Transportfahrzeug verladen und nach Deutschland zurückgebracht wird.
Bei dieser Operation handelt es sich um ein weiteres Beispiel dafür, dass die kroatischen Streitkräfte neben ihrer primären Verteidigungsrolle auch zivile Institutionen mit technischer Unterstützung versorgen.
Redaktion Kultur
Bild: MORH/ J. Šeri




