Der wachsende Tourismussektor Kroatiens wird dringend aufgefordert, sein veganes Speisenangebot zu verbessern. Eine Tierschutzorganisation warnt davor, dass einige internationale Besucher enttäuscht abreisen, weil es an geeigneten Gerichten mangelt.
Der Verein Prijatelji životinja (Tierfreunde) berichtet von einer zunehmenden Anzahl von Beschwerden ausländischer Touristen, die Schwierigkeiten haben, qualitativ hochwertige vegane Gerichte in kroatischen Restaurants zu finden.
Die Organisation argumentiert, dass Kroatiens Naturschönheit und mediterrane Küche nicht immer ausreichen für Besucher, die ihre Urlaubsziele nach dem Angebot an pflanzlichen Lebensmitteln auswählen.
Laut Prijatelji životinja bieten viele Restaurants vegane Gerichte immer noch kaum mehr als Pommes frites, gekochten Mangold oder Salat an. Der Verband kritisiert außerdem, dass einigen Betrieben das Wissen über vegane Ernährung fehlt oder sie nicht bereit sind, bestehende Gerichte entsprechend anzupassen.
Die Gruppe verweist auf Deutschland, einen der größten Tourismusmärkte Kroatiens, wo laut ihren Angaben 8,12 Millionen Menschen Vegetarier oder Veganer sind. Sie erklärt, dass immer mehr Reisende bei der Wahl von Reisezielen, Unterkünften und Restaurants auf das Angebot an pflanzlichen Lebensmitteln achten.
Prijatelji životinja ist der Ansicht, dass Kroatien ein beträchtliches Potenzial zur Erweiterung seines Angebots hat, und merkt an, dass viele traditionelle kroatische Gerichte von Natur aus pflanzlich sind oder leicht angepasst werden können.
Die Organisation argumentiert, dass ein verbessertes veganes Angebot Kroatiens Wettbewerbsfähigkeit als modernes und nachhaltiges Reiseziel stärken könnte. Sie fordert ein stärkeres Bewusstsein bei den Mitarbeitern im Gastgewerbe und eine prominentere Aufnahme veganer Optionen in Reiseführer.
Das Thema wird auch auf dem kommenden ZeGeVege Festival thematisiert, das vom 4. bis 6. September 2026 auf dem Europaplatz in Zagreb stattfindet und pflanzliche Lebensmittel und Produkte präsentiert.
Redaktion Kulinarik
Bild: zVg.




