Home Land und LeuteNatur und Umwelt Die Luftqualität in Split verschlechtert sich erneut aufgrund von Rauch aus den Bränden in Bosnien

Die Luftqualität in Split verschlechtert sich erneut aufgrund von Rauch aus den Bränden in Bosnien

von Norbert Rieger
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Nachdem sich die Lage am Morgen scheinbar gebessert hatte, stiegen die Konzentrationen von Feinstaub in der Luft in Split wieder an, und die Stadt wurde erneut rot markiert, was auf eine schlechte Luftqualität hinweist.

Die jüngste Entwicklung meldete Dalmacija Danas am Montagmorgen: Rauch von Großbränden im benachbarten Bosnien und Herzegowina trieb weiterhin in Richtung der kroatischen Küste.

Das Hauptfeuer in Mitteldalmatien wütet in einem Gebiet zwischen Tomislavgrad, Prozor-Rama und Kupres, wo große Flächen vom Feuer betroffen sind.

Laut dem offiziellen kroatischen Portal zur Luftqualitätsüberwachung bedeutet die rote Kategorie schlechte Luftqualität. Die Einstufung spiegelt jedoch nicht zwangsläufig nur die letzte stündliche Messung wider. Der Luftqualitätsindex für PM10- und PM2,5-Partikel wird anhand eines gleitenden 24-Stunden-Durchschnitts berechnet, sodass die rote Einstufung auch dann bestehen bleiben kann, wenn die stündlichen Konzentrationen bereits sinken.

In Split wurden hohe Partikelkonzentrationen gemessen.

Die Luftqualität in Split hat sich am Sonntag deutlich verschlechtert.

An der Messstation Split-2 wurden um 11 Uhr PM10-Konzentrationen von 144,30 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen, während der Messwert um 12 Uhr 119,07 Mikrogramm betrug

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Die Konzentrationen sanken über Nacht und in den frühen Morgenstunden des Montags deutlich, doch der anschließende Anstieg verdeutlichte, wie schnell sich die Bedingungen je nach Windrichtung und -stärke ändern können.

Am Montagvormittag zeigten Messungen an einer anderen Messstation in Split deutlich niedrigere stündliche Konzentrationen, obwohl der 24-Stunden-Durchschnitt weiterhin erhöht war.

Die kroatische Feuerwehr hat bestätigt, dass der Rauch, der Dalmatien beeinträchtigt, von Großbränden in Bosnien und Herzegowina stammt.

Rauch wurde in Richtung der kroatischen Küste getragen

Der Großbrand in der Nähe von Zvirnjača im Gebiet Kupres, der am 4. September ausbrach, breitete sich anschließend in Richtung Ljubuša, Tomislavgrad und Prozor-Rama aus.

Das Feuer hat ein weitläufiges und schwer zugängliches Gebiet verwüstet. Früheren Berichten zufolge umfasst die verbrannte Fläche um Tomislavgrad etwa 14.000 Hektar.

Zwei kroatische Canadair-Löschflugzeuge waren ebenfalls an den Einsätzen in Bosnien und Herzegowina beteiligt und halfen dabei, zu verhindern, dass das Feuer Siedlungen im Gebiet Prozor-Rama bedrohte.

Starke und wechselhafte Winde haben die Löscharbeiten erschwert und gleichzeitig die Bewegung des Rauchs in Richtung Adria beeinflusst.

Der kroatische Wetter- und Hydrologische Dienst (DHMZ) teilte mit, dass der Bora-Wind dazu beigetragen habe, Rauch aus Bosnien und Herzegowina in Richtung der Adriaküste zu transportieren.

n weiten Teilen Dalmatiens, darunter Split, Šibenik, den Inseln und der Region Dubrovnik, wurden Rauch und Brandgeruch gemeldet. Der kroatische Feuerwehrverband bestätigte, dass Rauch von mehreren aktiven Bränden in Bosnien und Herzegowina durch den Wind herangetragen wurde.

Hinweise für Anwohner

Die Gesundheitsbehörden haben den Bewohnern geraten, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, solange die Konzentrationen von Feinstaub in der Luft erhöht sind.

Das Lehrinstitut für öffentliche Gesundheit der Gespanschaft Split-Dalmatien berichtete zuvor, dass die PM10- und PM2,5-Konzentrationen in Teilen der Gespanschaft, einschließlich der Inseln, um ein Vielfaches über den üblichen Werten lagen.

Besondere Vorsicht wird für Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen.

Bewohnern wird empfohlen, sich bei starker Rauchentwicklung möglichst wenig im Freien aufzuhalten und anstrengende körperliche Aktivitäten zu vermeiden. Personen mit Augen- oder Halsreizungen oder Atembeschwerden sollten besonders vorsichtig sein.

Der kroatische Feuerwehrverband hat die Bewohner außerdem gebeten, bei starker Rauchentwicklung die Fenster geschlossen zu halten und den Anweisungen der zuständigen Behörden Folge zu leisten.

Die Luftqualitätsbedingungen können über das offizielle kroatische Luftqualitätsportal überwacht werden, auf dem aktuelle Messwerte und Luftqualitätsklassifizierungen der Messstationen veröffentlicht werden.

Die Situation bleibt abhängig von der Rauchausbreitung und den sich ändernden Windverhältnissen, was bedeutet, dass sich die Luftqualität relativ schnell verbessern oder verschlechtern kann.

Redaktion Natur und Umwelt
Bild: Dalmatinka Media

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