Kroatiens Ruf als stabiler und zuverlässiger Investitionsstandort wurde gestärkt, nachdem Fitch Ratings in seinem jüngsten Bericht das Kreditrating des Landes mit A- und stabilem Ausblick bestätigt hat, wie die kroatische Regierung mitteilte.
Das Rating einer der weltweit führenden Ratingagenturen unterstreicht Kroatiens starke Wirtschaftsleistung, seine verantwortungsvolle Finanzpolitik und die Vorteile, die sich aus der Mitgliedschaft in der Europäischen Union und der Eurozone ergeben.
Dem Bericht zufolge entwickelt sich die kroatische Wirtschaft weiterhin positiv, wobei für 2025 ein reales BIP-Wachstum von 3,2 % prognostiziert wird. Diese Rate liegt weiterhin über dem durchschnittlichen Wachstum in der EU und der Eurozone und spiegelt eine robuste wirtschaftliche Dynamik wider.
Fitch wies zudem auf das Engagement der Regierung hin, die öffentlichen Finanzen unter Kontrolle zu halten, und betonte die Pläne, das Haushaltsdefizit unter 3 % des BIP zu halten.
Kroatien hat auch bei der Reduzierung seiner Staatsverschuldung bedeutende Fortschritte erzielt. Die Schuldenquote ist auf rund 56 % gesunken, ein Rückgang um etwa 30 Prozentpunkte gegenüber 2020 und nahe am Durchschnitt von Ländern mit einem A-Rating.
Die Agentur betonte, dass Kroatiens EU- und Eurozonenmitgliedschaft die Finanzstabilität des Landes und das Vertrauen der Investoren weiterhin stärkt.
Als Hauptgründe für die Bestätigung des Ratings wurden politische Rahmenbedingungen der Regierung genannt, die die EU-Mitgliedschaft nutzen, verbunden mit nachhaltigem Wirtschaftswachstum und Haushaltsdisziplin.
Ministerpräsident: Kroatien gilt als politisch und wirtschaftlich stabil
Der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenković begrüßte den Bericht und sagte, er bestätige, dass internationale Ratingagenturen Kroatien als ein politisch und wirtschaftlich stabiles Land ansehen.
„Angesichts der zahlreichen geopolitischen Herausforderungen bestätigt dieser Bericht einmal mehr, dass internationale Ratingagenturen Kroatien als stabilen Staat und verlässlichen Investitionsstandort betrachten“, sagte Plenković.
Er fügte hinzu, dass die Regierung sich weiterhin auf ein starkes Wirtschaftswachstum, eine verantwortungsvolle Verwaltung der öffentlichen Finanzen und eine effiziente Nutzung der EU-Mittel konzentrieren werde, um Kroatien dabei zu helfen, zu den entwickelteren EU-Mitgliedstaaten aufzuschließen.
„Unsere oberste Priorität bleibt die Verbesserung der Lebensqualität unserer Bürger und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der kroatischen Wirtschaft“, sagte er.
EU-Wiederaufbaufonds treiben Reformen und Investitionen voran
Kroatien hat zudem erheblich von der EU-Wiederaufbau- und Resilienzfazilität profitiert, die im Rahmen des nationalen Wiederaufbau- und Resilienzplans des Landes umgesetzt wurde.
Bislang hat Kroatien 6,4 Milliarden Euro erhalten, was etwa 64 % seiner Gesamtzuweisung entspricht, und ist weiterhin auf Kurs, alle verfügbaren Mittel bis Ende 2026 aufzubrauchen.
Diese Gelder unterstützen eine breite Palette von Reformen und Investitionsprojekten und tragen so zu einem anhaltenden Wirtschaftswachstum bei und stärken die langfristigen Entwicklungsperspektiven des Landes.
Positives Signal für Investoren
Die Bestätigung des A-Ratings durch Fitch sendet ein positives Signal an die internationalen Märkte und stärkt Kroatiens Image als stabile und zunehmend wettbewerbsfähige Volkswirtschaft innerhalb der Europäischen Union.
Da das Wachstum weiterhin schneller ist als bei vielen anderen EU-Ländern und sich die öffentlichen Finanzen stetig verbessern, positioniert sich Kroatien als attraktives Ziel für Investitionen und langfristige wirtschaftliche Entwicklung.
Redaktion Wirtschaft
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