Vor der Küste von Cres wurde diese Woche eine faszinierende Sichtung gemeldet, nachdem ein Follower dem Blue World Institute Videomaterial eines großen Hais zugesandt hatte, der durch die Adria kreuzte.

Obwohl die Videoqualität nicht ganz eindeutig war, schlossen Experten aus der markanten Form der Rückenflosse, dass es sich bei dem Tier höchstwahrscheinlich um einen Riesenhai ( Cetorhinus maximus ) handelt, die zweitgrößte Haiart der Welt.
Ein seltener, aber regelmäßiger Besucher

Der Riesenhai gilt in der Adria als selten, ist aber entlang der östlichen Adriaküste regelmäßig anzutreffen. Die meisten dokumentierten Sichtungen stammen aus der nördlichen Adria, insbesondere aus der Kvarner-Bucht, einem Gebiet, das für seine hohe Zooplanktonbiomasse bekannt ist.
Zooplankton bildet die Hauptnahrungsquelle des Riesenhais. Diese wandernde Art ernährt sich, indem sie langsam mit weit geöffnetem Maul schwimmt und Plankton aus dem Wasser filtert. Trotz seiner imposanten Größe und seines furchteinflößenden Aussehens stellt er keine Gefahr für den Menschen dar.
Mit einer Länge von über 10 Metern ist der Riesenhai nach dem Walhai der zweitgrößte Hai. Seine schiere Größe überrascht oft diejenigen, die das Glück haben, ihm zu begegnen.
Bürgerberichte unterstützen die Meeresforschung
Meeresforscher haben sich bei Mitgliedern der Öffentlichkeit bedankt, die weiterhin wertvolles Filmmaterial und Berichte zur Verfügung stellen.
Öffentliche Beobachtungen spielen eine zunehmend wichtige Rolle bei der Überwachung des Vorkommens und der Wanderungen von Meeresarten in der Adria.

Wer Sichtungen von Meeressäugern und anderen bemerkenswerten Meerestieren melden möchte, kann dies über die kostenlose mobile App Marine Ranger ( www.marine-ranger.org ), über die Facebook-Seite des Blue World Institute oder per E-Mail an info@plavi-svijet.org tun .

Durch das Einreichen von Fotos, Berichten und App-Einträgen liefern Mitglieder der Öffentlichkeit wichtige Daten, die die wissenschaftliche Forschung und Naturschutzbemühungen unterstützen.
Jeder Beitrag trägt dazu bei, ein klareres Bild der marinen Biodiversität in kroatischen Gewässern zu zeichnen und die Bemühungen zum Schutz des empfindlichen Ökosystems der Adria zu stärken.
Redaktion Natur und Umwelt
Bild: KI



