Home Land und LeuteNatur und Umwelt Das Phänomen des Gelben Meeres vor Šibenik liefert neue Erkenntnisse über das Ökosystem der Adria

Das Phänomen des Gelben Meeres vor Šibenik liefert neue Erkenntnisse über das Ökosystem der Adria

von Norbert Rieger
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Wissenschaftler bestätigten jedoch, dass das Phänomen durch Pollen und nicht durch Öl, schädliche Algenblüten oder industrielle Verschmutzung verursacht wurde.

Vom Wind von der umliegenden Vegetation herangetragen, setzten sich die feinen gelben Partikel auf der Adria ab und bildeten so eine sichtbare Spur der atmosphärischen Aktivität im Frühling.

Für die Forscher des Ruđer Bošković Instituts ist Pollen mehr als nur ein saisonales Allergen. Er verbindet Land, Luft und Meer und transportiert organische Stoffe und chemische Verbindungen in marine Ökosysteme.

Die Beobachtungen sind Teil des von der Kroatischen Wissenschaftsstiftung geförderten Projekts POLLMAR, das untersucht, wie Pollen in die Adria gelangen und die biogeochemischen Prozesse an der Küste beeinflussen.

Im April 2026 wurde an der Martinska-Forschungsstation in der Nähe von Šibenik unter der Leitung von Dr. Slađana Strmečki Kos ein Feldmikrokosmenexperiment durchgeführt.

Wissenschaftler erstellten zwölf Meerwasserproben, denen sie unterschiedliche Mengen an in der Nähe gesammeltem Aleppo-Kiefernpollen hinzufügten. Die Proben wurden fünf Tage lang unter natürlichen Bedingungen inkubiert, um zu beobachten, wie sich der Pollen auf die Meerwasserchemie, die mikrobielle Aktivität und die Freisetzung organischer Stoffe auswirkt.

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Frühere Untersuchungen des Teams identifizierten 89 verschiedene Pollenarten in der Oberflächenmikroschicht des Meeres und verzeichneten bis zu 205.000 Pollenkörner pro Liter Wasser während der Hochsaison im Frühling.

Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Meeresoberfläche eher eine aktive Schnittstelle ist, an der sich atmosphärische Partikel ansammeln und mit marinen Prozessen interagieren, als eine passive Grenze.

Die Adria ist von Natur aus nährstoffarm, was bedeutet, dass selbst geringe atmosphärische Einträge die Primärproduktion beeinflussen können, also den Prozess, durch den mikroskopische Organismen die Basis des marinen Nahrungsnetzes bilden.

Das Verständnis dafür, wie Pollen zu diesen Dynamiken beiträgt, wird zunehmend wichtiger, da der Klimawandel die Blütezeiten, die Windmuster und die Intensität des Pollentransports im Mittelmeerraum verändert.

Die Forscher geben an, dass das Ziel darin besteht, besser zu verstehen, wie sich landbasiertes biologisches Material auf chemische und ökologische Ebene auf marine Systeme auswirkt.

Die Ergebnisse des POLLMAR-Projekts sollen das Wissen darüber verbessern, wie die Adria auf veränderte atmosphärische Bedingungen und umfassendere klimabedingte Veränderungen in Küstenumgebungen reagiert.

Redaktion Natur und Umwelt
Bild: Ruđer-Bošković-Institut

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