Home Touristik Wird Split dem Touristenwahn endlich ein Ende setzen, indem es Alkohol verbietet?

Wird Split dem Touristenwahn endlich ein Ende setzen, indem es Alkohol verbietet?

von Norbert Rieger
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Kroatien Nachrichten Bild Dalmatinski
Editions-Package „Süddalmatien“

Die Stadt versucht nun, dem ein Ende zu setzen, indem sie den Verkauf von Alkohol in Geschäften zwischen 21:00 und 6:00 Uhr verbietet.

Allein im Juni gingen bei den Rettungsdiensten mehr als 50 Anrufe wegen betrunkener Personen im öffentlichen Raum ein, und inoffiziell ist bekannt, dass es sich in den meisten Fällen um junge ausländische Touristen handelte.

Das Morgenlicht enthüllt unschöne Szenen. Früh am Morgen, auf dem Weg zur Arbeit, stoßen Anwohner auf betrunkene Touristen, die mitten auf der Straße oder dem Gehweg liegen, und rufen deshalb die Polizei. Die meisten Einsätze gibt es an Wochenenden, wenn organisierte Kneipentouren besonders beliebt sind, bei denen die Touristen mehrere Bars besuchen und größere Mengen Alkohol konsumieren.

Schwere Strafen

Der Beschlussentwurf befindet sich derzeit in der öffentlichen Konsultationsphase und soll, falls er grünes Licht erhält, in etwa einem Monat in Kraft treten. Dies bedeutet, dass in den kommenden Jahren, vom 1. Juni bis zum 15. September, alkoholische Getränke in Geschäften im Raum Split nur noch zwischen 6 und 21 Uhr erhältlich sein werden.

Wird der Beschluss gefasst, gilt das Verbot nicht nur für klassische Geschäfte, sondern für alle Verkaufsstellen, an denen Alkohol verkauft wird. Dazu gehören Supermärkte, Minimärkte, Kioske, Tankstellen, Verkaufsstände, Märkte, Verkaufsautomaten usw.

 Verstöße gegen das Verbot werden mit hohen Geldstrafen geahndet – von 5.000 bis fast 40.000 Euro für juristische Personen und von 2.000 bis 6.630 Euro für Privatpersonen. Handwerker müssen mit Geldstrafen zwischen 5.000 und 13.270 Euro rechnen. Neben Split, wo das Problem alle bisherigen Maßnahmen deutlich überstiegen hat, hat auch Zadar bereits Beschränkungen für den Alkoholverkauf angekündigt, und Makarska plant Ähnliches. Dort sollen vor allem Geschäfte und Souvenirläden im Stadtzentrum, die billigen Alkohol verkaufen, das Problem verursachen. Auch Hvar wird ein Verbot einführen.

Redaktion Tourismus
Bild: HRT

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