Der Meteorologe Bojan Lipovšćak vom Fernsehsender N1 berichtete heute Morgen, dass eine abgeschwächte Kaltfront nördlich unserer Region vorbeigezogen sei und dem Landesinneren sowie der nördlichen Adria Abkühlung gebracht habe, wo die Temperaturen nach einer langen Periode warmer Nächte unter 20 °C gefallen seien. Die Front befindet sich derzeit über Süddalmatien und zieht mit leichten Gewittern ostwärts.
West- und Mitteleuropa stehen gleichzeitig unter dem Einfluss des Azorenhochs, und über der Biskaya bildet sich ein neuer Zyklon, der südlich der Alpen in Richtung Golf von Genua zieht. Der Genueser Zyklon wird ab Sonntag das Wetter in unseren Regionen beeinflussen und die Windrichtung auf Süd drehen, was am Montag zu starken Niederschlägen an der Adria und in den Küstengebirgen führt. Unter dem Einfluss des Südwindes steigen die Lufttemperaturen leicht an, und auch die Luftfeuchtigkeit nimmt zu, sodass es am Montag und Dienstag schwül wird.
„Von Dienstag bis Ende nächster Woche wird mit beständigem, sonnigem Wetter gerechnet. Bis zum Ende der Woche könnten die Höchsttemperaturen an der Adria auf 35 Grad und im Landesinneren stellenweise auf bis zu 40 Grad steigen. Laut allen meteorologischen Daten dürfte die kommende Woche der Beginn einer neuen Hitzewelle sein “, prognostiziert Lipovšćak.
Tropische Nächte
Das Problem werden nicht nur die hohen Tagestemperaturen sein, sondern auch die sogenannten Tropennächte. Im Laufe der Woche werden die Tiefsttemperaturen in den Städten nachts und morgens nicht unter 24 bis 26 °C sinken, was die Kühlung von Wohngebieten erschwert und einen erholsamen Schlaf verhindert. Gleichzeitig deuten die Prognosen derzeit nicht auf die Möglichkeit von nennenswerten Niederschlägen oder einer deutlichen Abkühlung hin.
Meteorologen warnen davor, dass die Kombination aus lang anhaltender Dürre, sehr hohen Temperaturen und niedriger Luftfeuchtigkeit das Risiko von Waldbränden weiter erhöhen wird.
Experten weisen darauf hin, dass solche Vorhersagen vor zwanzig Jahren sehr selten waren, während Hitzewellen heute fast alle paar Wochen auftreten. Bürgerinnen und Bürgern wird geraten, sich rechtzeitig auf die bevorstehende Hitze vorzubereiten. Es wird empfohlen, sich zwischen 10 und 17 Uhr nicht im Freien aufzuhalten, ausreichend zu trinken und besonders auf chronisch Kranke, Kinder und ältere Menschen zu achten, da diese am empfindlichsten auf extreme Hitze reagieren.
Redaktion Natur und Umwelt
Bild: weather.com




