Das Wachstum der Stundenlohnkosten in der Europäischen Union hat sich im zweiten Quartal 2026 verlangsamt, während Kroatien weiterhin zu den Ländern mit den stärksten Zuwächsen zählt, wie neue Eurostat-Daten zeigen.
Die Stundenlohnkosten im Euroraum stiegen zwischen April und Juni im Jahresvergleich um 3,1 %, nach einem revidierten Anstieg von 3,3 % im ersten Quartal.
EU-weit stiegen die Stundenlohnkosten um 3,2 %, verglichen mit einem revidierten Anstieg von 3,5 % im Zeitraum Januar bis März.
Die Zahlen beinhalten sowohl Löhne und Gehälter als auch die Sozialbeiträge der Arbeitgeber und sonstige arbeitsbezogene Kosten.
Im Euroraum stiegen die Lohnkosten im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 3 %, die Sozialversicherungsbeiträge um 3,2 %. EU-weit legten beide Kategorien um 3,2 % zu.
Kroatien zählt zu den größten Zuwächsen
In Kroatien stiegen die nominalen Stundenlohnkosten im zweiten Quartal um 9,4 % gegenüber dem Vorjahr, womit das Land zu den Ländern mit den größten Anstiegen in der EU zählt.
Nur Bulgarien und Litauen verzeichneten mit 9,9 % bzw. 9,6 % höhere Zuwächse.
Der Anstieg in Kroatien fiel etwas geringer aus als im ersten Quartal, als die Stundenlohnkosten im Jahresvergleich um 9,6 % gestiegen waren.
Die Lohnkosten in Kroatien stiegen im zweiten Quartal um 8,9 %, nach einem Anstieg von 9,2 % in den vorangegangenen drei Monaten.
Lediglich Bulgarien (9,9 %) und Litauen (9,6 %) verzeichneten in diesem Zeitraum ein schnelleres Wachstum der nominalen Lohnkosten.
Kroatien verzeichnete unter den Ländern, für die Eurostat Daten vorliegen, den stärksten Anstieg der nominalen Sozialbeitragskosten um 12 %. Dies folgte auf einen Anstieg um 12,2 % im ersten Quartal.
Litauen und Bulgarien waren die einzigen anderen Länder, in denen die Beitragskosten um 10,1 % bzw. 10 % im zweistelligen Bereich stiegen.
Das Baugewerbe verzeichnet das stärkste Wachstum
Im Baugewerbe war der Anstieg der Stundenlohnkosten mit 3,9 % sowohl im Euroraum als auch in der EU der größte.
Im Dienstleistungssektor folgten die Steigerungen mit 3 % im Euroraum und 3,1 % in der gesamten EU.
Die Industrie verzeichnete ein Wachstum von 2,9 % im Euroraum und 3 % in der EU.
Am anderen Ende der Skala verzeichnete Rumänien mit 1,8 % den geringsten Anstieg der Stundenlohnkosten. Luxemburg und Frankreich folgten mit 2,1 %, während Italien einen Anstieg von 2,2 % verzeichnete.
Eurostat teilte mit, dass für Belgien keine Daten verfügbar seien.
Redaktion Wirtschaft
Bild: zVg.




