In Opuzen haben offiziell die Arbeiten an der zweiten Phase eines großen Infrastrukturprojekts begonnen, das darauf abzielt, das Eindringen von Meerwasser in landwirtschaftliche Flächen im unteren Neretva-Tal zu verhindern und Boden und Wasser vor Versalzung zu schützen.
Das Gesamtprojekt hat einen Wert von 85,5 Millionen Euro, wobei die zweite Phase einen Wert von 55,5 Millionen Euro (einschließlich Mehrwertsteuer) hat.
Laut dem Ministerium für Umweltschutz und Grüne Transformation umfasst das Projekt den Bau einer Pumpstation und eines Verteilungssystems für Frischwasser.
In der ersten Phase wurden eine mobile Barriere am Fluss Neretva, eine Schiffsschleuse, eine Fischtreppe und die dazugehörige Infrastruktur errichtet.
Die zweite Phase setzt den Systemausbau fort und umfasst eine Wasserentnahmestelle in der Mala Neretva, das Pumpwerk Opuzen, das Kleinwasserspeicherbecken Lađište sowie über 119 Kilometer Druckverteilungsleitungen. Die Fertigstellung ist innerhalb von vier Jahren geplant.
Offizielle Stellen gaben an, dass das Projekt die Bewässerung von rund 2.000 Hektar Ackerland mit Süßwasser ermöglichen und die Auswirkungen der Versalzung, die eine der klimasensibelsten Regionen Kroatiens bedroht, deutlich verringern werde.
„Dies ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für das Neretva-Tal“, sagte Ministerin Marija Vučković und warnte, dass das Gebiet stark von Klimarisiken betroffen sei und langfristige Investitionen benötige.
Zoran Đuroković, Generaldirektor des staatlichen Wasserwirtschaftsunternehmens Hrvatske vode, sagte, das Projekt markiere einen wichtigen Schritt zum Schutz des Tals vor Salzwasserintrusion und zur Wiederherstellung degradierter Böden bei gleichzeitiger Sicherung der Biodiversität.
Ziel sei es, den Salzgehalt im Oberflächen- und Grundwasser sowie im Boden zu senken, um eine nachhaltige landwirtschaftliche Produktion zu gewährleisten und gleichzeitig die natürliche Umwelt zu schützen, fügte das Ministerium hinzu.
Redaktion Natur und Umwelt
Bild: Dalmatinka-Media




