Aufgrund der globalen Wirtschaftskrise ist die Zukunft des Segeltourismus ungewiss, und diese Gäste stellen die größte Konsumentengruppe dar. Segeln verbraucht viel Treibstoff, und wir haben untersucht, wie sich die Preiserhöhung auf die Touristensaison auswirken wird.
Heck und Bug werden gewaschen, das Teakholz poliert. Die ersten Gäste sind bereits eingetroffen.
Trotz zahlreicher Preiserhöhungen sind die Beschäftigten im Tourismussektor überwiegend optimistisch.
– Es wird Gäste geben, aber jetzt, wo sie viel Geld verdienen können, werden sie nicht mehr kommen – glaubt Katarina Vujević Babura , Direktorin und Inhaberin eines Charterunternehmens in Biograd.
Katarina ist die Inhaberin eines Unternehmens, dem 114 Boote an zwei Standorten gehören, die von 30 Vollzeitbeschäftigten betreut werden.
„Wir alle hoffen, dass die Leute auf Last-Minute-Buchungen setzen, aber obwohl wir uns jetzt in der Endphase befinden, verlaufen die Buchungen weiterhin schleppend und zurückhaltend. Wir hoffen, dass sich das ändert“, sagte sie gegenüber der Regionalzeitung.
Katarinas Kollegin ist etwas optimistischer und sieht darin eine Chance für Kroatien, obwohl sie sich bewusst ist, dass es sicherlich weniger Gäste aus fernen Ländern geben wird als beispielsweise im letzten Jahr.
– Andererseits sehen wir die Chance, die sich uns während der Pandemie bot, als Kunden, die keine Segler waren, sich entschieden, nach Kroatien zu kommen und auf einem Boot zu übernachten – behauptet Luka Šangulin , Inhaber einer Charterfirma in Biograd.
Dies zeigt sich deutlich an der steigenden Anzahl von Anfragen und Buchungen für bemannte Schiffe, insbesondere Katamarane, die wie schwimmende Apartments sind. Die Preise sind entweder gleich geblieben oder sogar leicht gesunken.
– Um mit unseren Nachbarländern konkurrieren zu können, sind wir gezwungen, die Preise zu senken, um all die anderen Dienstleistungen auszugleichen, die der Gast an Bord in Anspruch nehmen muss – erklärte Vujević Babura.
Im März und April erwacht das Leben in den Yachthäfen. Die ersten Gäste sind meist Berufssegler oder Segelanfänger. Unter ihnen ist auch Gunhter aus Wien, der seit 30 Jahren segelt.
– Ich mache gerade eine Skipperausbildung für Katamarane. Katamarane sind Neuland für mich, ich segle seit über 30 Jahren und werde jetzt Katamarane ausprobieren – sagte dieser Gast aus Deutschland.
– Das Wetter ist herrlich, das Meer ist toll, die Leute sind freundlich, alles ist perfekt – sagte Ute, die ebenfalls aus Deutschland stammt.
Oder genau so, wie es im Urlaub sein sollte. Trotz Kriegen oder Preissteigerungen.
Redaktion Nautik
Bild: Dalmatinka-Media





