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Traumurlaub samt Yacht in Kroatien? Ein günstiger Kredit macht`s möglich!

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Welche Rolle spielt das Einkommen bei der Kreditvergabe?

Kroatien, Deutschland oder Österreich – es gibt einige Aspekte bei der Kreditvergabe, die unabhängig vom Rechtssystem einfach eine gewisse faktische Wahrheit bilden. Dazu gehört auch die Rolle des Einkommens bei der Kreditvergabe. Eine Bank oder ein anderer Finanzdienstleister vergibt nämlich nur dann ein Darlehen, wenn der Interessent dieses auch aus seinem Einkommen zurückzahlen kann. Doch welche Rolle spielt das Einkommen genau und was ist dabei zu beachten?

Einkommen: Absicherung für sehr viele Darlehen

Wer gerne ein Darlehen aufnehmen möchte, stellt im Normalfall bei der gewünschten Bank einen Antrag. Vorher erfolgt meistens ein Kreditvergleich. Kreditvermittler wie smava helfen dabei, ein passgenaues Angebot zu finden. Doch bevor ein Darlehen bewilligt wird, stellt die Bank vor allem zwei große Fragen:

Ist der Kreditnehmer in der Lage, den Kredit zurückzuzahlen?

Genau diese Frage beschäftigt sich mit dem Einkommen des potenziellen Kunden. Es muss genug verfügbares Einkommen zur Verfügung stehen, um die Kreditrate bedienen zu können. Doch was bedeutet in diesem Fall verfügbares Einkommen? Es muss nach Abzug aller regelmäßigen fixen Kosten übrigbleiben. Aus diesem Grund fragt die Bank vorher also nach sämtlichen Einkommensquellen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Nettogehalt
  • Kindergeld
  • Mieteinnahmen
  • Kapitalerträge
  • Renten

Aus diesen Quellen lassen sich die monatlichen Einnahmen errechnen. Denen stellt die Bank die regelmäßigen Ausgaben des Kreditnehmers entgegen. Oft arbeiten Kreditgeber hier mit Durchschnittswerten, jedoch existiert auch die Variante, bei der die Bank alle wichtigen Ausgabenpunkte abfragt. Hier einige Beispiele im Überblick:

  • Miete oder Rate für das Eigenheim
  • Nebenkosten (Wasser, Strom und Heizung)
  • Lebenshaltungskosten (z.B. Essen, Hygiene, Kleidung)
  • Kosten für das Auto (Kreditrate, Steuern, Versicherungen, Sprit)
  • Andere Kreditraten
  • Ausgaben für Abos und andere Clubbeiträge (z.B. Fitnessstudio)

Die Differenz zwischen den Einnahmen und den Ausgaben ergibt das verfügbare Einkommen. Genau dieses steht beispielsweise für eine Kreditrate zur Verfügung. Ergibt sich also beispielsweise eine Differenz von 150 Euro, besteht die Möglichkeit, ein Darlehen mit einer entsprechenden Monatsrate aufzunehmen.

Liegt das verfügbare Einkommen hingegen zu niedrig oder ist gar negativ, wird im Normalfall kein Kredit vergeben, da keine ausreichende Absicherung besteht.

Wie hat der Kreditnehmer sich in der Vergangenheit an seine Zahlungsverpflichtungen gehalten?

Der zweite große Aspekt beschreibt das bisherige Zahlungsverhalten des Kreditnehmers. Wer sich schon in der Vergangenheit nicht an seine Zahlungsverpflichtungen gehalten hat, bekommt schwieriger einen Kredit. Dabei bedienen sich Banken aus verschiedenen Quellen:

  • Zahlungsverhalten gegenüber der Bank (wenn der Kreditnehmer bereits Kunde war)
  • Informationen von Auskunfteien (in Deutschland z.B. SCHUFA oder Creditreform)
  • Informationen aus öffentlichen Schuldnerverzeichnissen

Negativmerkmale können sich hier sehr deutlich auf die Kreditchancen auswirken. Mitunter besteht die Möglichkeit, bei einem erledigten Negativeintrag von geringer Bedeutung trotzdem einen Kredit zu erhalten. Dies hängt jedoch immer vom Einzelfall ab und bedeutet im Normalfall höhere Zinsen.

Hinweis: Die Bonitätsbewertung gilt übrigens nicht nur für Privatpersonen. Auch Unternehmen und sogar Staaten werden entsprechend bewertet. So konnte Kroatien die eigene Bonität zuletzt verbessern.

Einkommen bestimmt generelle Kreditchance sowie Zinshöhe

Das eigene Einkommen ist also eine äußerst wichtige Größe in Bezug auf die Kreditaufnahme. Es bestimmt gleich zwei wichtige Aspekte:

Die generelle Chance auf einen Kredit

Beim Kreditantrag ist eine der spannendsten Fragen oft, ob überhaupt ein Darlehen vergeben werden kann. Reicht das eigene Einkommen nicht aus, verwehren Banken auch des Öfteren die Kreditvergabe. Dies passiert übrigens nicht erst, wenn das verfügbare Einkommen negativ ausfällt. Auch in knappen Situationen senken die Verantwortlichen oft den Daumen, weil das Risiko eines Kreditausfalls eventuell zu hoch ausfällt.

Tipp: Solange sich die Laufzeit im vertretbaren Rahmen bewegt, kann eine Laufzeitverlängerung die Kreditchancen am Ende sogar erhöhen. In diesem Fall wäre nämlich eine geringere monatliche Rate zu stemmen. Doch Achtung: Die Gesamtkosten steigen durch eine längere Laufzeit ebenfalls. Schließlich müssen Kreditnehmer dann über einen größeren Zeitraum Zinsen bezahlen.    

Die Höhe des Zinssatzes

Die Einkünfte eines Kreditnehmers bilden jedoch nicht nur die Rahmenbedingung für die Kreditchance, sondern beeinflussen auch die Höhe des Zinssatzes. Banken stellen Kredite häufig mit einer gewissen Zinsspanne zur Verfügung. Der geringste Zinssatz ist dabei für Kunden mit hervorragender Bonität gedacht, während Kunden mit mäßiger Bonität eher den Höchstzinssatz zahlen. Ein hohes Einkommen sorgt nämlich dafür, dass das Risiko eines Kreditausfalls für die Banken deutlich geringer ausfällt. Diesen Umstand honorieren sie mit deutlich günstigeren Zinsen.

Wie lässt sich die Bonität verbessern?

Grundsätzlich setzt sich die Bonität aus Einkommen und bisherigem Zahlungsverhalten zusammen. Das eigene Einkommen lässt sich kurzfristig nur sehr selten erhöhen. Trotzdem existieren einige Möglichkeiten, mit denen sich die eigene Bonität als Kreditnehmer in den Augen des Kreditgebers verbessern lässt:

  • Zweiter Kreditnehmer: Ein zweiter Kreditnehmer hilft dabei, die persönlichen Rahmenbedingungen für den eigenen Kreditantrag deutlich zu verbessern. Dies liegt an der Tatsache, dass die Bank sich künftig ohne anstrengenden Rechtsweg an zwei Personen wenden könnte, wenn es um die Rückzahlung geht. Zahlt der Hauptkreditnehmer nicht, wendet sich die Bank an den zweiten Schuldner und kann auch von diesem die Begleichung der vollen Summe einfordern. Wenn der zweite Kreditnehmer also über ein ausreichendes Einkommen verfügt, verbessert er die Gesamtbonität deutlich. Dies erhöht die Kreditchance und sorgt für günstigere Zinsen.
  • Bürge: Die etwas kompliziertere Variante ist ein Bürge. Dieser erklärt sich quasi bereit, einzuspringen, wenn der eigentliche Kreditnehmer seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommt. Der Vorteil liegt darin, dass hier im Gegensatz zum zweiten Kreditnehmer auch Personen außerhalb des eigenen Haushaltes infrage kommen.
  • Bonitätsauskunft optimieren: Auch ein Check der eigenen Bonitätsauskunft bei Auskunfteien wie der SCHUFA ist hilfreich. Hin und wieder werden auch irrtümlich Negativeinträge vorgenommen, die sich durch einen solchen Check bereinigen lassen.

Das Einkommen stellt die wichtigste Einflussgröße auf Kredite dar

Wer kein Geld hat, bekommt auch keins von der Bank. Wer hingegen viel hat, dem trägt die Bank das Geld hinterher!“ – Dieses etwas überspitzte Sprichwort enthält durchaus einen Funken Wahrheit, denn das eigene Einkommen spielt bei der Kreditvergabe eine äußerst wichtige Rolle. Nur wenn die eigenen Mittel ausreichen, um die Kreditrate sicher bedienen zu können, erklären sich Banken zur Kreditvergabe bereit. Darüber hinaus sorgt ein höheres Einkommen oft dafür, dass die Zinsen günstiger ausfallen. Trotzdem existieren heute auch immer mehr Kreditgeber, die auch bei eher schwieriger Bonität ein Darlehen ermöglichen. Wer vorher die Angebote vergleicht, findet am Ende eine passende Finanzierung.

Redaktion Wirtschaft 
Bild: Chris Lawton/Unsplash.com
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