Sechs Verletzte, Polizei sucht nach den Tätern – Muss erst jemand sterben, um diesen Wilden ein Ende zu setzen? Das Freundschaftsspiel zwischen HNK Rijeka und Union Berlin, das gestern Abend im Kantrida-Stadion vor fast achttausend Zuschauern stattfand, wurde von einem schwerwiegenden Vorfall überschattet, der sich unmittelbar nach dem Schlusspfiff des Schiedsrichters ereignete.
Das Spiel vor 7.872 Zuschauern – darunter rund 1.500 Heim- und 800 Gästefans – begann um 19:17 Uhr und endete offiziell um 21:02 Uhr. Nur sechs Minuten später, um 21:08 Uhr, fiel ein Schuss von einem unbekannten Täter von der Tribüne „D“. Die Wucht der Explosion verletzte sechs Personen leicht, drei von ihnen wurden zur weiteren Behandlung ins Klinikum Rijeka gebracht.
Das Spiel selbst war von einem ausgiebigen Einsatz von Pyrotechnik auf beiden Seiten begleitet. Die Heimfans zündeten insgesamt 64 Leuchtraketen, feuerten 28 Kanonenschüsse ab und setzten 117 Blendgranaten ein, während die Gästefans 30 Leuchtraketen zündeten.
Trotz der Zwischenfälle am Ende des Spiels konnte dank rechtzeitiger und koordinierter Vorabkontrollen vor Spielbeginn eine deutlich größere Menge an Pyrotechnik verhindert werden. Die Sprengstoffexperten der Polizei fanden bei der Kontrolle der Tribüne D 40 Leuchtraketen, während Einsatzkräfte der Polizei im Stadionbereich weitere zehn Leuchtraketen sowie eine versteckte Tasche mit 30 weiteren Leuchtraketen und fünf Rauchbomben entdeckten. Der Sicherheitsdienst schloss die Aktion ab, indem er bei der Einlasskontrolle ein weiteres pyrotechnisches Gerät von einer Frau sicherstellte.
Die Polizei führt derzeit eine intensive strafrechtliche Untersuchung durch, um alle Umstände dieses Vorfalls aufzuklären und den Verantwortlichen zu ermitteln.
Doch letztendlich stellt sich eine grundlegende und logische Frage: Wie lange wird der sogenannte Terrorismus noch toleriert werden? Und wie lange muss jemand sterben, bevor solche Gräueltaten konsequent bestraft werden?
Redaktion Veranstaltungen
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