Die Lage auf Brač hat sich nach einer schwierigen und dramatischen Nacht heute Morgen verbessert, da das Feuer laut dem kroatischen Feuerwehrverband allmählich nachlässt. Starke Winde, darunter die Bora, hatten das Feuer über Nacht angefacht, und die Feuerwehrleute kämpften rund um Milna Haus für Haus gegen die Flammen.

In einem Gebiet westlich von Milna lodern weiterhin offene Flammen, während evakuierte Bewohner nach und nach in ihre Häuser zurückkehren. Vier Canadair-Löschflugzeuge wurden erneut eingesetzt, um die Einsatzkräfte am Boden zu unterstützen.
Zwei Personen erlitten leichte Verletzungen und wurden zur Behandlung in Richtung Split gebracht. Es wurden keine Verletzungen von Feuerwehrleuten gemeldet.
Einige Touristen flohen in der Nacht aus Milna, einige verließen die Stadt kurz nach Mitternacht mit dem Boot, während andere sich gegen 4 Uhr morgens noch am Ufer versammelt hatten.
Ein Großbrand auf der kroatischen Insel Brač hat sich verschärft; die Flammen breiten sich in Richtung der Küstensiedlung Milna aus, während die Feuerwehrleute gegen schwierige Bedingungen und starke Winde ankämpfen.
Das Feuer, das am späten Donnerstag zwischen Ložišća und Grabovica ausbrach, brennt weiterhin über große Gebiete von Grasland, Buschland, Macchia und Kiefernwald.
Die örtlichen Feuerwehrbehörden schätzen, dass mittlerweile mehr als 3.000 Hektar betroffen sind.
Die Lage um Milna verschärfte sich am Samstagabend zusehends, als die Feuerfront auf die Siedlung und die nahegelegene Bucht von Osibova zusteuerte.
Für die Einwohner von Milna wurde daraufhin eine dringende Evakuierungsanordnung erlassen. Sie wurden angewiesen, sich zum örtlichen Feuerwehrhaus zu begeben und den Anweisungen der Rettungskräfte Folge zu leisten. Boote wurden außerdem angefordert, um eine mögliche Evakuierung auf dem Seeweg zu ermöglichen.
Die Mitteilung wurde gelöscht und durch eine Nachricht ersetzt, dass es keine offizielle Evakuierung gebe, die Lage aber kritisch sei, berichtete 24sata .

Am Vormittag waren die Anwohner aufgefordert worden, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten, doch die Behörden gaben an, dass zu diesem Zeitpunkt noch keine offizielle Evakuierungsanordnung vorlag. Die Lage verschärfte sich später, als das Feuer an Intensität zunahm und starke Winde die Richtung änderten.
Die Feuerwehrleute arbeiten unter extrem schwierigen Bedingungen, da starke und wechselnde Winde immer wieder Teile des Feuers neu entfachten.
Der kroatische Feuerwehrverband berichtete, dass am Samstag 176 Feuerwehrleute und 53 Löschfahrzeuge im Einsatz waren. Zusätzliche Kräfte aus verschiedenen Teilen Kroatiens wurden hinzugezogen. Feuerwehrleute aus Split, Dubrovnik und Šibenik sowie Teams aus den Gespanschaften Šibenik-Knin und Zadar leisteten auf der Insel Unterstützung.
Zur Brandbekämpfung wurden auch Löschflugzeuge eingesetzt, darunter Canadair-Wasserbomber und Air-Tractor-Flugzeuge, um zu verhindern, dass sich das Feuer auf bewohnte Gebiete ausbreitet.
Das Feuer hat bereits mehrere Orte auf Brač bedroht. Trotz der sich rasch ändernden Bedingungen ist es den Feuerwehrleuten gelungen, Häuser und andere Gebäude in den vom Brand betroffenen Gebieten zu schützen.
Die Eindämmung des Feuers gestaltete sich besonders schwierig, da Teile des betroffenen Gebiets unwegsam und schwer zugänglich sind. Starke Winde trugen wiederholt zur Ausbreitung der Flammen bei und erschwerten die Löscharbeiten zusätzlich.
Dramatische Aufnahmen, die von Feuerwehrleuten veröffentlicht wurden, zeigten Einsatzkräfte, die von Flammen umgeben waren, während sie versuchten, den Brand einzudämmen.
Die Behörden koordinieren weiterhin die Brandbekämpfungsmaßnahmen am Boden und aus der Luft, wobei der Schwerpunkt auf dem Schutz von Milna und anderen besiedelten Gebieten sowie der Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Feuers liegt.
Redaktion Breaking News
Bild: Vatrogasci – 193/Facebook




