Statt der bisherigen acht großen Regionen wird Kroatien auf der neuen meteo.hr-Karte in 20 Gespanschaften und die Stadt Zagreb unterteilt sein. Diese Änderung ermöglicht einen präziseren Überblick über gefährliche Wetterphänomene und erleichtert die Planung für Bürger und Rettungsdienste.
Das Staatliche Hydrometeorologische Institut (DHMZ) wird ab Dienstag, dem 22. September 2026, meteorologische Warnungen vor gefährlichen Wetterphänomenen für das kroatische Festland nach administrativer Gliederung – nach Gespanschaften – herausgeben. Das bisherige System, in dem das Festland des Landes in nur acht große, nach klimatologischen Merkmalen definierte Vorhersageregionen unterteilt war, wird durch eine detailliertere Übersicht für 20 Gespanschaften und die Stadt Zagreb ersetzt.
Diese wichtige Neuerung wird auch auf der offiziellen Website meteo.hr überwacht . Dort können Bürgerinnen und Bürger mithilfe einer räumlich detaillierteren Karte viel einfacher und schneller prüfen, ob für ihren Wohnort, ihren Aufenthaltsort oder ihr geplantes Reiseziel gefährliches Wetter gilt. Im bisherigen System umfassten die einzelnen Regionen extrem große Gebiete – beispielsweise erstreckte sich die Region Zagreb über bis zu sechs Landkreise und die Stadt Zagreb, sodass Warnungen nicht immer lokal präzise genug waren.
Klarere Zeitleiste und unveränderte Symbole
Neben der räumlichen Aufteilung wurde auch die grafische Darstellung der Warndetails unterhalb der Karte verbessert. Die neue Zeitleiste zeigt die Entwicklung gefährlicher Wetterlagen im Tagesverlauf deutlicher an: Die vergangenen Stunden sind grau markiert, während eine vertikale schwarze Linie die aktuelle Stunde kennzeichnet. So erkennen Nutzer auf einen Blick, welche Warnungen noch gelten und welche noch bevorstehen.
Die Logik und die visuelle Gestaltung der Warnung selbst bleiben unverändert:
- Grün bedeutet, dass keine Warnungen vorliegen.
- Gelbe Farbe signalisiert potenziell gefährliches Wetter.
- Die Farbe Orange signalisiert gefährliches Wetter.
- Die Farbe Rot symbolisiert extrem gefährliche Wetterbedingungen.
Für das kroatische Festland gelten weiterhin Warnungen vor sieben wichtigen Wetterphänomenen: Wind, Regen, Nebel, Schnee und Eis, Gewitter sowie extreme Hitze und Kälte. Das Warnsystem für Küstengebiete und die Angabe der maximal zu erwartenden Windböen bleiben unverändert. Es gilt für sechs Seegebiete (die Westküste Istriens, Kvarner und Kvarnerić, den Velebit-Kanal sowie Nord-, Mittel- und Süddalmatien) und erstreckt sich bis zu 12 Seemeilen (ca. 22 Kilometer) vor der Küste.
Vollständige Informationen und Handlungsempfehlungen
Offizieller Kanal für Warnungen ist weiterhin die Website meteo.hr , wo Daten bis zu 72 Stunden im Voraus verfügbar sind. Das DHMZ weist darauf hin, dass für vollständige Informationen stets die Details in der Tabelle unterhalb der Karte aufgerufen werden sollten. Diese enthält den genauen Beginn und das Ende der Warnung, eine detaillierte Beschreibung der zu erwartenden Wetterbedingungen, mögliche Folgen und Handlungsempfehlungen.
Der Generaldirektor der kroatischen Wetterbehörde, Dr. Ivan Güttler , wies darauf hin, dass die Anpassung des Frühwarnsystems aufgrund der zunehmenden Häufigkeit extremer Wetterereignisse infolge des Klimawandels notwendig sei.
„Nachdem wir das Warnsystem im Jahr 2024 um einen Tag im Voraus erweitert haben, führen wir im September Warnungen auf einer detaillierteren räumlichen Ebene ein. Solche Warnungen auf Landkreisebene ermöglichen es unseren Bürgern, leichter zu erkennen, ob gefährliches Wetter für ihre Region gilt, wann sie damit rechnen müssen und was sie im Vorfeld tun können“, betonte Güttler.
Er fügte hinzu, dass detailliertere Informationen den Partnern im Katastrophenschutzsystem bei der rechtzeitigen Entsendung von Personal und Ausrüstung sowie bei der Beurteilung von Orten, an denen ein Eingreifen erforderlich sein könnte, sehr helfen würden.
„Unser Ziel ist es, durch zeitnahe meteorologische Informationen schnellstmöglich Entscheidungen und Maßnahmen zu ermöglichen. Jede Minute, jede Stunde ist uns wichtig“, sagte der Direktor des DHMZ und kündigte die Fortsetzung der Entwicklung von Kriterien für bestehende und zusätzliche Wetterphänomene an Land und auf See an.
Redaktion Service
Bild: Dalmatinka-Media





