Home Touristik Die kleine dalmatinische Stadt zwischen der Adria und Kroatiens größtem See erobert die Herzen der Besucher.

Die kleine dalmatinische Stadt zwischen der Adria und Kroatiens größtem See erobert die Herzen der Besucher.

von Norbert Rieger
0 Kommentare 12 Minuten Lesezeit
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Wenn Sie dem Lärm und der Hektik des Stadtlebens entfliehen möchten, gibt es in Dalmatien einen Ort, an dem Sie den Tag mit Schwimmen in kristallklarem Wasser beginnen, anschließend eine Radtour entlang des größten Sees Kroatiens unternehmen und den Abend mit einem Abendessen unter dem Sternenhimmel, begleitet vom Duft der Pinien und dem Rauschen des Meeres, ausklingen lassen können.

Dieser Ort ist Pakoštane, ein kleines dalmatinisches Reiseziel zwischen Zadar und Šibenik, das in den letzten Jahren sowohl bei kroatischen als auch bei internationalen Besuchern, die ein authentisches mediterranes Erlebnis suchen, immer beliebter geworden ist.

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Heute bietet Pakoštane etwas, das nur wenige Reiseziele an der Adria auf so kleinem Raum vereinen können: Meer, See, Inseln, Geschichte, eine außergewöhnliche Gastronomie und Einheimische, die das Leben in vollen Zügen genießen.

Es ist genau diese einzigartige Kombination, die den Slogan des Reiseziels inspirierte: „Am Meer neben dem See“, denn die Adria und der Vrana-See existieren hier nicht nur nebeneinander, sondern prägen gemeinsam die Identität der gesamten Region.

Wo das Meer auf den See trifft

Pakoštane ist einer der wenigen Orte an der kroatischen Küste, wo Besucher an einem einzigen Tag zwei völlig unterschiedliche Landschaften erleben können.

Auf der einen Seite liegt der Naturpark Vrana-See, der größte natürliche See Kroatiens und eines der bedeutendsten Vogelbeobachtungsgebiete Europas.

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Der Park ist umgeben von Radwegen, Panoramablicken und fruchtbaren Feldern, die die lokalen Gemeinschaften über Jahrhunderte ernährten.

Die Einheimischen sagen noch heute scherzhaft, dass hier früher alles wuchs, außer Bananen und Ananas.

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Auf der anderen Seite eröffnet sich der Blick auf den Pašman-Kanal und die Inseln St. Justina, Veliki Školj und Babuljaš, die als Wahrzeichen der Region Pakoštane durch den einzigartigen „Drei-Inseln-Pfad“ miteinander verbunden sind.

Jede Insel birgt ihre eigene Geschichte, und St. Justina ist nach wie vor eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten in diesem Teil Dalmatiens.

Die winzige Insel diente den Einheimischen einst als Zufluchtsort bei Angriffen vom Festland.

Heute können Besucher die Insel mit dem Kajak, Tretboot, kleinen Boot oder in den wärmeren Monaten sogar schwimmend erreichen. Der Blick von dieser kleinen Insel auf Pakoštane ist unvergesslich.

Eine Küstenpromenade mit einer Legende

Eine der landschaftlich schönsten Wanderrouten der Gegend ist zweifellos Put Babe Dore, ein Panoramawanderweg entlang der Küste, der Pakoštane und Drage verbindet.

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Wenn Besucher am Meer entlangspazieren und die dramatischen Flyschklippen sehen, die über Jahrhunderte von Wellen und Wind geformt wurden, wird es fast unmöglich, nicht alle paar Minuten anzuhalten, um die Landschaft zu fotografieren.

Doch der Pfad birgt auch eine lokale Legende, die noch heute Kindern erzählt wird.

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Unterhalb der Klippen befindet sich eine kleine gelbe Höhle, die als „Baba Doras Haus“ bekannt ist.

Früher nutzten Großeltern die Geschichte, um Kinder einzuschüchtern und sie dazu zu bringen, in der Nähe des Hauses zu bleiben. Sie warnten sie, dass Baba Dora ungehorsame Kinder in ihre Höhle am Meer entführen würde.

Heute ist die Geschichte Teil der lokalen Identität und dient als weitere Erinnerung daran, wie eng Natur, Geschichte und Folklore in Pakoštane miteinander verwoben sind.

Wie die Franzosen das Leben in Pakoštane veränderten

Nur wenige wissen, dass Pakoštane zu den ersten Orten an der Adria gehörte, die vom legendären Club Méditerranée entdeckt wurden.

In den 1960er Jahren eröffnete das französische Unternehmen ein Ferienresort mit strohgedeckten Hütten in einer tiefen Sandbucht, die von einem Pinienwald umgeben war.

Es war ein Moment, der die Stadt für immer veränderte.

Für die Einheimischen eröffneten sich neue Beschäftigungsmöglichkeiten, viele reisten und arbeiteten in Club Med Resorts auf der ganzen Welt, während neue Kulturen, Sprachen und Gebräuche in Pakoštane Einzug hielten.

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Einige der faszinierendsten Lebensgeschichten der Stadt entstanden in dieser Zeit, als Bräute aus Marokko, Griechenland, Ägypten, Tschad und Madagaskar kamen und deren Nachkommen bis heute die multikulturelle Atmosphäre dieser kleinen dalmatinischen Gemeinde prägen.

Das ehemalige Club Med Resort hat sich zum Pine Beach Resort Pakoštane weiterentwickelt und zählt heute zu den bekanntesten Familienresorts Kroatiens. Eingebettet in einen dichten Pinienwald an einem der schönsten Sandstrände der Adria, verfolgt das Resort ein entspanntes und umweltfreundliches Konzept.

Statt in herkömmlichen Hotelzimmern übernachten die Gäste in rustikalen Bungalows, die aus natürlichen Materialien wie Schilf und Holz erbaut sind. In einigen Unterkünften wird bewusst auf Fernseher verzichtet, um eine Rückbesinnung auf die Natur, Ruhe und einen Urlaub ohne digitale Ablenkungen zu fördern.

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Eine orientalische Geschichte im Herzen Dalmatiens

Unweit von Pakoštane liegt einer der faszinierendsten Orte der kroatischen Geschichte, Maškovića Han in Vrana, das westlichste Beispiel säkularer osmanischer Architektur in Europa.

Was diesen Ort so bemerkenswert macht, ist nicht nur seine Architektur, sondern auch die außergewöhnliche Geschichte von Jusuf Mašković. Geboren in einer armen Familie in Vrana, stieg er zum Admiral der osmanischen Flotte und zu einem der mächtigsten Männer des Osmanischen Reiches auf.

Auf dem Höhepunkt seiner Macht beschloss er, in seiner Heimatstadt einen monumentalen Han zu errichten, doch politische Intrigen verhinderten, dass sein Traum jemals vollständig verwirklicht wurde.

Heute erstrahlt die restaurierte Maškovića Han in neuem Glanz als Heritage-Hotel und gastronomisches Highlight, wo orientalische Geschichte auf dalmatinische Lebensart trifft. Ein besonderes Highlight ist das Restaurant TIMAR im ehemaligen Moscheebereich, wo sich dalmatinische und orientalische Küche harmonisch vereinen.

Das Speisen innerhalb der Steinmauern des Han oder auf seinen versteckten Terrassen mit einem Glas Wein aus der Region ist ein Erlebnis, das Besucher oft zu der Aussage veranlasst, sie hätten in Vrana eine ganz andere Seite Dalmatiens entdeckt.

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In den letzten Jahren hat sich Pakoštane auch bei Feinschmeckern immer größerer Beliebtheit erfreut. Der Duft von Fritule-Gebäck, hausgemachtem Fladenbrot, Meeresfrüchteeintopf (Brudet), Gegrilltem, frischem Fisch und traditioneller dalmatinischer Küche zieht durch die steinernen Gassen.

Ein Lokal, das sich besonders hervorgetan hat, ist Parparot, ein modernes Restaurant, das für seine erstklassigen Steaks und Abendessen unter freiem Himmel bekannt ist.

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Das elegante Ambiente und das moderne gastronomische Konzept haben es zu einem der begehrtesten Ausgehziele der Region gemacht.

Für Liebhaber traditioneller Fischspezialitäten ist die Konoba Pakoštanac nach wie vor ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen. Frischer Fisch aus der Adria, Tintenfisch, Schalentiere und die einfache dalmatinische Küche stehen hier weiterhin im Mittelpunkt.

Was Pakoštane jedoch wirklich von vielen anderen Reisezielen unterscheidet, sind nicht nur die Landschaften oder die Gastronomie, sondern vor allem die Menschen.

In einer alten Steintaverne im Zentrum der Stadt finden Besucher das OPG Šarin, wo die stets lächelnde Tonka die Gäste mit Geschichten über das lokale Leben, landwirtschaftliche Traditionen und hausgemachte Produkte begrüßt.

Die Gäste werden mit hausgemachten Likören, Säften und Produkten aus der Umgebung verwöhnt, vor allem aber mit einer echten Gastfreundschaft, die ihresgleichen sucht.

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Was Pakoštane jedoch wirklich von vielen anderen Reisezielen unterscheidet, sind nicht nur die Landschaften oder die Gastronomie, sondern vor allem die Menschen.

In einer alten Steintaverne im Zentrum der Stadt finden Besucher das OPG Šarin, wo die stets lächelnde Tonka die Gäste mit Geschichten über das lokale Leben, landwirtschaftliche Traditionen und hausgemachte Produkte begrüßt.

Die Gäste werden mit hausgemachten Likören, Säften und Produkten aus der Umgebung verwöhnt, vor allem aber mit einer echten Gastfreundschaft, die ihresgleichen sucht.

Und nach einem guten Essen bleibt oft noch Zeit für eine Partie Briškula oder Trešeta mit den Einheimischen, die den Besuchern schnell das Gefühl geben, Teil der Gemeinschaft zu sein, und sie dazu ermutigen, wiederzukommen.

Denn Pakoštane ist nicht einfach nur ein Sommerreiseziel.

Es ist ein Ort, der die Besucher daran erinnert, wie das Mittelmeer einst war: langsam, warmherzig, authentisch und voller Menschen, die sich noch Zeit für ein Gespräch, ein Lächeln und eine Geschichte nehmen.

Redaktion Tourismus
Bild: Nikola Zoko

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