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Plenković kündigt an: Vollständige Autobahnverbindung bis Dubrovnik

von Norbert Rieger
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Hrvastka Kochschürze

Bei den Feierlichkeiten zum Tag der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva im Marin-Držić-Theater in Dubrovnik erklärte Plenković, die Regierung sehe die Fertigstellung der Autobahn nun als nächsten wichtigen Schritt zur Integration des äußersten Südens Kroatiens in das nationale Verkehrsnetz.

„Nach dem Bau der Pelješac-Brücke und der Zufahrtsstraßen konzentrieren wir uns nun auf andere Herausforderungen, allen voran die Fertigstellung der Autobahn nach Dubrovnik“, sagte Plenković. „Ich bin überzeugt, dass wir in den kommenden Jahren das vollständige Autobahnprofil von Ston nach Dubrovnik realisieren werden.“

Von der Isolation zur Integration

Jahrzehntelang befand sich Südkroatien in einer geographisch schwierigen Lage, getrennt vom Rest des Landes durch einen schmalen Küstenstreifen, der zu Bosnien und Herzegowina gehörte, in der Nähe von Neum.

Dies änderte sich grundlegend mit der Eröffnung der Pelješac-Brücke im Jahr 2022 , einem Projekt, das weithin als eine der bedeutendsten Infrastrukturleistungen der modernen kroatischen Geschichte gilt. Die Brücke ermöglichte zusammen mit neu gebauten Zufahrtsstraßen eine unterbrechungsfreie Straßenverbindung zwischen Dubrovnik und dem Rest Kroatiens, ohne dass eine internationale Grenze überquert werden musste.

Doch während die Brücke eine logistische Herausforderung löste, argumentieren viele Anwohner und Wirtschaftsvertreter im Süden seit langem, dass das Fehlen einer direkten Autobahnanbindung an Dubrovnik die Region nach wie vor wirtschaftlich und strategisch benachteiligt.

Die geplante Autobahnverlängerung von Ston nach Dubrovnik würde den Autobahnkorridor an der Adria im Land vervollständigen und die Reisezeiten deutlich verkürzen sowie die Anbindung an Güterverkehr, Tourismus und die Region verbessern.

Tourismus und Wirtschaftswachstum als treibende Kräfte

Die erneute politische Betonung der Autobahn erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden Wirtschafts- und Tourismuswachstums in Südkroatien.

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Kroatien-Flaggen-Zugbeutel

Plenković stellte fest, dass die Arbeitslosigkeit in der Gespanschaft Dubrovnik-Neretva auf nur noch 3.800 Personen gesunken sei , während derzeit mehr als 51.000 Einwohner beschäftigt seien – Zahlen, die er mit der allgemeinen wirtschaftlichen Dynamik auf nationaler Ebene und der Stärke des kroatischen Tourismussektors in Verbindung brachte.

„Wir können uns nicht erinnern, dass es in der kroatischen Wirtschaft jemals eine solche Dynamik gegeben hat“, sagte der Premierminister und fügte hinzu, dass Kroatien derzeit landesweit 1,735 Millionen erwerbstätige Bürger habe.

Für Dubrovnik, wo der Tourismus nach wie vor der wichtigste Wirtschaftsmotor ist, kommt der Verkehrsinfrastruktur eine besondere Bedeutung zu. Der Flughafen der Stadt verzeichnet weiterhin Passagierrekorde, während die Straßen entlang der südlichen Adriaküste während der Hochsaison im Sommer regelmäßig mit starkem Stau zu kämpfen haben.

Lokale Beamte und Akteure des Tourismus haben wiederholt argumentiert, dass eine verbesserte Straßeninfrastruktur nicht nur für die Bewohner, sondern auch für die langfristige Nachhaltigkeit des Tourismus in der Region unerlässlich sei.

Strategische Bedeutung jenseits des Tourismus

Das Autobahnprojekt hat auch eine weiterreichende politische und strategische Bedeutung.

Plenković stellte den Autobahnbau in den Kontext einer umfassenderen Politik der ausgewogenen regionalen Entwicklung und betonte, dass Infrastrukturinvestitionen auf den kroatischen Inseln, an der Küste und im Hinterland von entscheidender Bedeutung für die langfristige demografische und wirtschaftliche Stabilität seien.

Die Regierung hat der Stadt Dubrovnik bereits 22 Millionen Euro im Rahmen integrierter territorialer Entwicklungsmechanismen zugewiesen, zusätzlich zu weiteren 28 Millionen Euro für Inselentwicklungsprojekte im gesamten Gespanschaftsgebiet. Diese Mittel fließen in Schulen, Kindergärten, Sportanlagen und die Verkehrsinfrastruktur.

Der Premierminister hob auch Dubrovniks wachsende internationale Bedeutung hervor und verwies auf den kürzlich stattgefundenen Drei-Meere-Initiative-Gipfel 2026 , der europäische und globale politische und wirtschaftliche Führungskräfte in die Stadt brachte, sowie auf das bevorstehende Dubrovnik-Forum, das für Juli geplant ist.

Für viele Bewohner der südlichsten Region Kroatiens überschattete jedoch eine Ankündigung alles andere: die Möglichkeit, dass Dubrovnik endlich den vollständigen Autobahnanschluss erhalten könnte, auf den Generationen gewartet haben.

Redaktion Politik
Bild: Dalmatinka Media

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