Kroatische Haushalte sehen sich in diesem Winter mit höheren Heizkosten konfrontiert. Energieexperten empfehlen Fernwärme, Erdgas, Wärmepumpen und Brennholz als vergleichsweise wirtschaftliche Optionen, abhängig von der Immobilie und dem Standort.
Eine am Freitag von HRT veröffentlichte Analyse verdeutlichte erhebliche Preissteigerungen bei verschiedenen Heizbrennstoffen im Vergleich zum Vorjahr. Brennholz sei demnach rund 10 % teurer geworden, der Stromverbrauch um etwa 15 % und Heizöl extraleicht um rund 92 %.
Die Pelletpreise lagen demnach etwa 30 % über dem Niveau des Vorjahres, wobei weitere Steigerungen bis Ende 2026 möglich seien.
Die Gaspreise für Haushalte sind zum 1. Oktober gestiegen. Dalibor Pudić, Präsident des kroatischen Gasverbandes, sagte, die Änderung könne die durchschnittliche jährliche Gasrechnung eines Haushalts um rund 40 Euro erhöhen, wenn die Heizperiode der des Vorjahres ähnelt.
Für Haushalte mit höherem Gasverbrauch könnte der Anstieg größer ausfallen. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Verbrauch, den Wintertemperaturen und dem Energiebedarf für Heizung und Warmwasser ab.
Energieexperte Danijel Srb nannte Fernwärme, Erdgas, Wärmepumpen und Brennholz als einige der sparsamsten Heizoptionen dieser Saison. Er riet Haushalten mit Alternativen, die Verwendung von Leichtöl oder herkömmlichen elektrischen Heizgeräten zu überdenken, da diese teuer im Betrieb sein können.
Die geeignetste Option hängt von der Region und der Immobilie ab. In Dalmatien, wo die Winter im Allgemeinen milder sind, können Inverter-Klimaanlagen, die als Luft-Wasser-Wärmepumpen fungieren, eine wirtschaftliche Wahl sein.
Solche Systeme übertragen Wärme, anstatt sie direkt aus Elektrizität zu erzeugen, wodurch sie unter geeigneten Bedingungen mehrere Einheiten Wärme für jede verbrauchte Einheit Elektrizität liefern können.
Im kontinentalen Kroatien, wo der Heizbedarf höher sein kann, ist Gas nach wie vor eine gängige Option. Die Installation einer neuen Gasheizungsanlage kann jedoch erhebliche Vorlaufkosten verursachen, einschließlich Anschluss, Kessel, Heizkörper und Installationsarbeiten.
Experten betonten zudem, dass die Reduzierung von Wärmeverlusten genauso wichtig sein kann wie der Wechsel des Brennstoffs. Eine verbesserte Wärmedämmung, insbesondere an Decken und Dachböden, kann den Energiebedarf deutlich senken.
Durch die korrekte Einstellung von Thermostaten und Heizungsreglern lässt sich ebenfalls unnötiger Verbrauch vermeiden.
Für private Haushalte ist es entscheidend, die Gesamtkosten eines Heizsystems einschließlich Installation und Wartung zu vergleichen und nicht nur den Preis des Brennstoffs zu betrachten.
Da viele Energiequellen teurer geworden sind als noch vor einem Jahr, könnten eine verbesserte Wärmedämmung und ein bewussterer Umgang mit Heizenergie dazu beitragen, die Belastung der Haushaltsbudgets in den kommenden Monaten zu begrenzen.
Redaktion Wirtschaft
Bild: Heizsparer




