Die Regierung hat ein Paket aus zehn Verordnungen verabschiedet, die bedeutende Änderungen im Bereich des maritimen Raummanagements, des Transportwesens und der Umweltstandards mit sich bringen. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die Senkung der Gebühren für Genehmigungen im maritimen Raum für lokale Veranstaltungen, strengere Vorschriften für Abgasemissionen von Schiffen in Häfen, die Ausweitung der Ankergrenzen sowie die Digitalisierung und strengere Regulierung des Straßenverkehrs.
Hier sind die wichtigsten Änderungen, die Sie kennen sollten:
Sauberere Luft in Küstenstädten
Das neue Gesetz zu erneuerbaren Kraftstoffen setzt ein ehrgeiziges Ziel: die schrittweise Abschaffung von Treibhausgasen in unseren Häfen. Große Schiffe (über 5.000 Tonnen) müssen ihre Emissionen drastisch reduzieren, und Passagier- und Containerschiffe in den Häfen müssen Landstrom nutzen, anstatt ihre Motoren laufen zu lassen. Ziel ist es, die Umweltverschmutzung bis 2050 um bis zu 80 % zu senken.
Preisgünstigere Festivals und Veranstaltungen an den Stränden
Gute Nachrichten für NGOs und Kommunen: Änderungen der Seerechtsverordnung ermöglichen die Senkung oder vollständige Abschaffung der Gebühr für Konzerte und Veranstaltungen von öffentlichem Interesse. Bislang lag die Mindestgebühr bei 1.000 Euro pro Tag, was für viele zu hoch war. Nun können nicht-kommerzielle Veranstaltungen kostenlos stattfinden.
Neue Regeln für die Anker- und Schifffahrtssicherheit
Die Einwände der einheimischen Reedereien wurden berücksichtigt, daher wird die Ankergrenze im Küstenbereich von 50 auf 70 Meter angehoben. Zudem werden strengere Regeln für die Durchfahrt durch enge Kanäle wie die Pašmanstraße und den Sankt-Antonius-Kanal eingeführt. Alle Schlepper müssen mit einem automatischen Identifizierungssystem (AIS) ausgestattet sein, um ihre genaue Position zu bestimmen.
Digitalisierung des Seeverkehrs (CIMIS-System)
Kroatien wird enger an das europäische Datenaustauschsystem angebunden. Dies bedeutet in der Praxis weniger Papier und eine schnellere Kommunikation zwischen Schiffen und Hafenbehörden. Sämtliche Formalitäten bei der Ein- und Ausfahrt von Schiffen in Häfen werden über eine einzige digitale Schnittstelle abgewickelt.
Standardisierung von „intelligenten“ Häfen (EMSWe)
Eine neue, einheitliche europäische Schnittstelle für den Seeverkehr wird eingeführt, um sicherzustellen, dass Fracht- und Passagierdaten präzise sind und allen relevanten Behörden in Echtzeit zur Verfügung stehen. Dies wird den Verwaltungsaufwand reduzieren und den Warenfluss beschleunigen.
Strengere Überwachung hydrographischer Vermessungen
Genaue Meeresbodenvermessungen sind für die sichere Schifffahrt unerlässlich. Die neuen Vorschriften legen klar fest, wer diese Vermessungen durchführen darf, welche Ausrüstung benötigt wird und wie die Daten überprüft werden. Dadurch wird die größtmögliche Zuverlässigkeit jeder Seekarte gewährleistet.
Modernisierung von „Gas“-Autos
Für Fahrer gasbetriebener Fahrzeuge wird das Konzept von Flüssigerdgas (LNG) als Kraftstoff eingeführt. Da Gastanks unter hohem Druck stehen, sind die Fristen für ihre Inspektionen und die maximale Nutzungsdauer genau festgelegt, wodurch die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöht wird.
QR-Codes und Anwendungen für außergewöhnliche Transportmittel
Schluss mit dem lästigen Papierkram für Sondertransporte. Genehmigungen werden künftig mit QR-Codes versehen, und die Registrierung per App ist verpflichtend. Das System verfolgt Konvoi-Eskorten auf Autobahnen präzise und ermöglicht so eine bessere Überwachung von Fahrzeugen, die schwere Lasten transportieren und den Verkehr oft behindern.
Strengere Kontrolle des Transports gefährlicher Güter
Wir gleichen die Transportvorschriften für Chemikalien und Gefahrstoffe mit denen Europas an. Den Kontrolleuren sind präzise Inspektionsschritte vorgeschrieben, und die Liste der Verstöße ist klarer definiert. Ziel ist es, durch regelmäßige Jahresberichte über Bußgelder Umweltkatastrophen auf den Straßen zu verhindern.
Bessere Schulung für Fahrer gefährlicher Güter
Die jüngste Verordnung stellt sicher, dass die Ausbildungseinrichtungen für Gefahrguttransporte höchste Standards erfüllen. Der Ausbildungsprozess wird modernisiert, damit die Fahrer auf alle aktuellen Herausforderungen und Sicherheitsvorgaben im Straßenverkehr vorbereitet sind.
Redaktion Nautik
Bild: zVg.






