Split bereitet die Einführung neuer Maßnahmen zur Eindämmung des Partytourismus vor. Bürgermeister Tomislav Šuta hat einen Destinationsmanagementplan vorgestellt, der das Tourismusmodell der Stadt umgestalten könnte,
berichtet Dnevnik Nova TV .
Seit Jahren erfreut sich die dalmatinische Stadt bei jungen Besuchern, die auf der Suche nach Nachtleben und 24-Stunden-Bars sind, zunehmender Beliebtheit.
Auch in diesem Sommer setzte sich der Trend fort, dass in Lokalen rund um die Uhr Alkohol ausgeschenkt wird, was vielen Einheimischen schlaflose Nächte bescherte.
Bürgermeister Šuta hat nun angekündigt, dass Änderungen bevorstehen, viele davon jedoch der Zustimmung des kroatischen Parlaments (Sabor) bedürfen.
Ziel der Stadt ist es, den neuen Plan bis Ende des Jahres zu verabschieden.
Die Polizeidaten zeigen ein gemischtes Bild. Im Juli gab es ein Drittel weniger Verstöße gegen die öffentliche Ordnung als im Vorjahresmonat, dennoch beklagen die Anwohner weiterhin eine mangelnde Polizeipräsenz auf den Straßen.
Das Bürgermeisteramt verwies auf europäische Städte wie Barcelona und Prag, die bereits Schritte unternommen hätten, um „Alkoholtouren“ und das damit verbundene störende Verhalten einzudämmen.
Ein Gemeinderat brachte die Frustration vieler Bürger zum Ausdruck:
„So schnell wie die Dinge auf den Straßen passieren, kann man die Polizei nicht rufen. Sie kann einfach nicht schnell genug vor Ort sein. Wir brauchen umfassende Maßnahmen.“
Sie fügte hinzu, dass Einschränkungen und Gesetzesänderungen allein nicht ausreichen würden. Stattdessen schlug sie vor, Anreize für verschiedene Touristengruppen zu schaffen, die in Split willkommener wären.
„Das Ziel sollte sein, diese arme Form des Tourismus durch etwas Nachhaltigeres zu ersetzen. Wir könnten sogar über eine Regulierung der Billigfluggesellschaften nachdenken, die solche Besucher anlocken“, sagte sie.
Der Plan von Bürgermeister Šuta unterstreicht eine wachsende Stimmung unter den Einheimischen: Split möchte nicht länger als Partyziel gesehen werden.
Stattdessen hofft die Stadt, eine ausgewogenere und nachhaltigere Form des Tourismus zu fördern, die die Einwohner und ihre Lebensqualität besser respektiert.
Redaktion Politik
Bild: zVg.