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Kroatien von neuen US-Trump-Zöllen betroffen

von Norbert Rieger
0 Kommentare 4 Minuten Lesezeit

Der Schritt könnte schwerwiegende Folgen für europäische Exporteure, darunter auch Kroatien, haben.

Ab dem 5. April wird auf alle Importe in die USA ein Zoll von 10 % erhoben. Auf Waren aus den Ländern mit den größten Handelsdefiziten gegenüber Amerika werden zusätzliche Zölle erhoben.

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Beispielsweise werden auf chinesische Importe nun zusätzliche Zölle von 34 Prozent erhoben, auf japanische Waren von 24 Prozent und auf EU-Produkte von 20 Prozent.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen drückte ihr tiefes Bedauern über die Entscheidung aus und bestätigte, dass die EU bereits Gegenmaßnahmen vorbereite.

Welche Auswirkungen wird dies auf Kroatien haben?

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Auch Kroatien wird als Teil der EU die Auswirkungen dieser Zölle zu spüren bekommen. Nach Angaben des kroatischen Statistikamts exportierte Kroatien in den ersten zehn Monaten des Jahres 2024 Waren im Wert von 658 Millionen Euro in die USA.

Dies entspricht 3,3 % der gesamten kroatischen Exporte und macht die USA zum achtwichtigsten Exportmarkt des Landes.

Zu den wichtigsten Exportgütern Kroatiens in die USA zählen :

• Pharmazeutische Produkte (244 Millionen Euro)

• Elektrische Maschinen und Geräte (143 Millionen Euro)

• Waffen und Munition (80 Millionen Euro)

Die Wirtschaftsexpertin Dr. Marijana Ivanov warnt, dass diese Zölle eine Kettenreaktion auslösen könnten, schreibt 24sata .

Da die europäischen Länder mit höheren Zöllen zu kämpfen haben, könnten sie Druck auf die kroatischen Hersteller ausüben, ihre Preise zu senken, um auf dem US-Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Steigende Preise und Inflation?

Wirtschaftsanalyst Damir Novotny glaubt, dass die neuen Zölle zu Inflation führen könnten. Die gestiegenen Kosten dürften zu höheren Preisen für einige Produkte in den USA führen, während die EU möglicherweise mit Gegenzöllen reagiert.

„Die EU importiert Flüssiggas, pharmazeutische Produkte und Lebensmittel aus den USA. Sollte die EU mit eigenen Zöllen reagieren, könnten die Preise steigen und den kroatischen Markt treffen, der stark von Importen abhängig ist“, erklärte Novotny gegenüber 24sata .

Wie sich diese Situation entwickeln wird, ist noch ungewiss, aber es ist klar, dass Kroatien mit der Eskalation des Handelskriegs zwischen den USA und der EU unter wirtschaftlichen Druck geraten könnte.

Redaktion Wirtschaft
Bild: zVg.

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