Kroatien ist nach fast drei Jahrzehnten offiziell ein Land frei von Minengefahren geworden und hat den Minenräumungsprozess im Einklang mit dem Ottawa-Übereinkommen erfolgreich abgeschlossen.
Die diese Woche in einem Bericht von Staatssekretär Tomislav Bilandžić vom Innenministerium verkündete Nachricht markiert die Erreichung des Kernziels des Nationalen Minenräumprogramms und die Erfüllung der internationalen Verpflichtungen Kroatiens.
Seit dem Ende des Heimatkrieges waren weite Teile des Landes durch Landminen und Blindgänger verseucht geblieben.
Durch kontinuierliche nationale Anstrengungen und internationale Zusammenarbeit konnte Kroatien die Anzahl der minenverdächtigen Gebiete Jahr für Jahr systematisch reduzieren.
Insgesamt wurden im Zuge des Vorgangs fast 107.000 Minensprengsätze und rund 470.000 Blindgänger lokalisiert und sicher entfernt.
Neben dem technischen Erfolg betonten die Behörden die menschliche Dimension dieses Meilensteins: die Ehrung der Opfer und die Verbesserung der Sicherheit, der wirtschaftlichen Erholung und der Entwicklung in den zuvor betroffenen Regionen.
Obwohl die physische Minenräumung nun abgeschlossen ist, wird Kroatien seine Aufklärungsprogramme zum Thema Minenrisiken fortsetzen und die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern pflegen, um seine Expertise mit anderen Ländern zu teilen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.
Mit diesem Erfolg schließt Kroatien ein bedeutendes Kapitel seines Wiederaufbaus nach dem Krieg ab und steht weltweit für ein Beispiel für langfristiges Engagement im Bereich der humanitären Minenräumung und der Einhaltung internationaler Vertragsverpflichtungen.
Redaktion Politik
Bild: Landmine.de




