Zur Hochsaison im Sommer halten sich derzeit rund 250.000 Besucher in Istrien auf, doch das Tourismusbild dieses Jahres ist durch einen deutlichen Anstieg von Last-Minute-Buchungen in allen Unterkunftskategorien gekennzeichnet.
Während Campingplätze und Hotels nahezu ausgebucht sind, stehen noch einige private Ferienwohnungen zur Verfügung, wobei Reisende zunehmend erst wenige Tage vor ihrer Ankunft ihre Wahl treffen.
Lorena John, Präsidentin des Istrischen Verbandes für Familienunterkünfte, erklärte gegenüber HRT , dass Gäste Unterkünfte erst wenige Tage vor ihrer geplanten Ankunft buchen würden, wobei der Preis ein entscheidender Faktor sei. Sie sagte, private Unterkunftsbetreiber müssten sich anpassen, indem sie mehr Flexibilität und gegebenenfalls Rabatte und kürzere Mindestaufenthalte anbieten.
Das Ausmaß der Veränderung ist besonders bemerkenswert. Boris Žgomba, Präsident des Verbandes der Reisebüros der Kroatischen Wirtschaftskammer, sagte, dass in den Vorjahren Last-Minute-Buchungen im Allgemeinen etwa 20 % der verbleibenden Unterkunftskapazität ausmachten.
„Dieses Jahr ist die Situation jedoch umgekehrt“, sagte er und merkte an, dass rund 80 % der Kapazität in letzter Minute verkauft würden.
Dieser Trend spiegelt das große Angebot an Unterkünften wider, das es den Besuchern ermöglicht, die verschiedenen Objekte zu vergleichen und nach der ihrer Meinung nach besten Kombination aus Preis und Qualität zu suchen.
Die Buchungszeiten variieren je nach Unterkunftstyp. Apartments können noch am selben Tag gebucht werden, während Ferienhäuser in der Regel deutlich früher reserviert werden. Manche Agenturen betrachten mittlerweile aber selbst Buchungen, die 15 bis 20 Tage im Voraus erfolgen, als Last-Minute-Buchungen – im Vergleich zu den sechs Monaten oder sogar einem Jahr und mehr, die früher üblich waren.
Tourismusexperten sind der Ansicht, dass erfolgreiche private Unterkünfte zunehmend ein aktives Management, kontinuierliche Verbesserungen und die Berücksichtigung der Erwartungen der Gäste erfordern, anstatt als Nebentätigkeit behandelt zu werden.
Redaktion Tourismus
Bild: urlaubsgeschichten.at





