Home Land und LeuteNatur und Umwelt In Šibenik und Dalmatien war der Winter 1985 einer der „strengsten“: „Das Meer fror in den Häfen zu.“

In Šibenik und Dalmatien war der Winter 1985 einer der „strengsten“: „Das Meer fror in den Häfen zu.“

von Norbert Rieger
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Meteorologen hatten damals einen kalten Jahresbeginn vorhergesagt, doch Schnee war in der Prognose nicht erwähnt. Umso überraschter waren sie von den Meldungen von Beobachtern an der Küste und auf den vorgelagerten Inseln über die ersten Schneeflocken am 2. Januar 1985. Diese waren der Auftakt zu zwei Schneestürmen, die weite Teile des Landes heimsuchten. Heftiger Schneefall, begleitet von einer Bora und niedrigen Lufttemperaturen, legte die Küste und die Inseln am Freitag, dem 4., und insbesondere am Samstag, dem 5. Januar 1985, lahm und führte zu einem kompletten Verkehrschaos, wie Šibenik Meteo berichtet .

Vor 41 Jahren schuf sich über Europa eine ideale Wetterlage für einen Winter epischen Ausmaßes. Eine starke Kaltfront im Atlantik ebnete den Weg für kalte Luftmassen aus dem Norden des Kontinents tief ins Mittelmeer. Dort bildeten sich in den folgenden Tagen mehrere Zyklonen, die Küsten und Inseln in ihrem kalten, aber dennoch ausreichend feuchten und niederschlagsreichen Bereich trafen.

Schnee legte Šibenik und die Umgebung lahm, das Meer fror in den Häfen zu!

Die ersten Schneeflocken fielen am Freitag, dem 4. Januar 1985, kurz nach 17 Uhr in Šibenik. In den ersten zwei Stunden des Schneefalls kamen fünf bis sechs Zentimeter Neuschnee. Am frühen Samstagmorgen setzte erneut starker Schneefall ein, der mit kurzen Unterbrechungen bis zum Mittag anhielt. Insgesamt fielen über 30 Zentimeter Schnee, genug, um Busse am Bahnhof und Schiffe im Hafen festzuhalten. Schnee und Bora beschädigten zahlreiche Stromleitungen, wodurch viele Dörfer, Städte und Inseln der damaligen Gemeinde ohne Stromversorgung waren.

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Regenschirm mit kroatischem Flaggen-Design

In den folgenden Tagen schneite es an der Küste und auf den Inseln weiterhin vereinzelt. Luft- und Minustemperaturen unter -8 Grad Celsius ließen das Meer in den Häfen zufrieren; Schulen und die meisten Fabriken blieben geschlossen.

Doch das war noch lange nicht alles, was der Winter jenes fernen Jahres 1985 zu bieten hatte. Ein zweiter Schneesturm, begleitet von starken Winden und eisigen Temperaturen, traf am Mittwoch, dem 9. Januar 1985, die Küste und die Inseln. Weitere 10 bis 15 Zentimeter Schnee fielen auf die bereits vorhandene Schneedecke. Der Verkehr war erneut beeinträchtigt, alles kam wieder zum Erliegen.

In den darauffolgenden Tagen zog sich die kalte Luft allmählich aus diesen Gebieten zurück, womit einer der härtesten Winter des letzten Jahrhunderts zu Ende ging.

Redaktion Natur und Umwelt
Bild: zVg.

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