Home Land und Leute Natur und Umwelt Der Bandira – zweithöchster Berg der Insel Vir

Der Bandira – zweithöchster Berg der Insel Vir

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Ein Klick genügt!

Winter in Kroatien, besser in Dalmatien, bedeutet, dass es viele wunderschöne und warme Tage gibt. Wenn die Sonne vom Himmel lacht, die Temperatur auf 15 Grad steigt und kein kalter Wind bläst, ist die beste Zeit, den Ausblick vom Bandira zu genießen. Denn die Luft ist klar, kein Staub verhindert die Sicht und man trifft nur ganz selten andere Menschen, die hier heraufgehen.

Mit 112 Metern Höhe reicht er sicher nicht an die Alpen heran, aber der kurze Weg nach oben lohnt sich. Denn man hat einen Ausblick, der seinesgleichen sucht. Ok, die Sendemasten muss man ausblenden, die sind nicht wirklich schön. Doch die Sicht in alle vier Himmelsrichtungen entschädigt für alles.

 

Karrenfeld als typisches Habitat des Karsts

Der Bandira liegt in der Schneise der Bura, des Windes, der vom Velebit herunter fegt. Deshalb ist die Vegetation auch recht spärlich, es wachsen nur niedrige Sträucher wie Pistacia lentiscus Linné, 1753, der Mastixbaum bzw. tršlja oder wilde Feigen. Auch einige wenige, vom Sturm gebeugte Aleppokiefern findet man, die Stämme krumm wegen der heftigen Böen, denen sie ausgesetzt sind. Und der Untergrund ist steinig, genauso steinig, wie man es in Kroatien erwartet. Große, zusammenhängende Karrenfelder wechseln mit grasbewachsenen Flächen ab. Und überall findet man größere Findlinge, die dem Angriff durch das Wetter trotzen.


Hier, hoch über dem Meer, findet man Reste der ältesten Siedlung der Insel. Die Liburner hatten hier ein Dorf errichtet, von dem noch vereinzelt Mauerreste zu finden sind. Und noch eine weitere Sehenswürdigkeit findet man hier, nämlich die Grundmauern der Kirche Sv. Juraj aus dem 13. Jahrhundert.


Im Westen kann man bei guter Sicht die Inseln Sestrunj, Molat und Ist sehen. Meist sind sie nur schemenhaft erkennbar, denn sie sind weit entfernt. Aber sie sind immer ein gutes Fotomotiv.


Im Südosten liegt der Inselort Vir mit zahlreichen Häusern, der Blick geht bis zur in den 70er Jahren erbauten Brücke, die die Insel mit dem Festland verbindet und ganz im Hintergrund kann man sogar Vrsi erkennen.



Und der Blick auf den Velebit im Osten ist wirklich atemberaubend. Hoch türmt sich das Gebirge auf, heute von einer Wolkenschicht gekrönt, die Vorbote einer Bura ist. Davor die Insel Pag mit dem Urlaubsort Povljana.

Ich kann nur immer wieder alle einladen, Dalmatien auch in der kalten Jahreszeit zu besuchen. Schwimmen im Meer ist zwar nur etwas für Abgehärtete, aber es gibt viel zu sehen und zu entdecken.

 

Ein Beitrag von: Moni Losem
Quelle und Bilder: Kroatiens Fauna und Flora
Anreisetipp: Mit dem Auto bis zum Busbahnhof, dann die Straße links weiter fahren. Es folgt eine Gabelung, hier Richtung Lanterna (Leuchtturm) fahren. Nach kurzer Zeit ist geht rechts eine Schotterstraße ab, die bis zum Berg Bandira führt. Diese ist allerdings nicht im besten Zustand. Den Weg nach oben geht man ab besten zu Fuß.
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