Der Untersuchungsrichter des Kreisgerichts Zadar, Hrvoje Visković, hat für vier Verdächtige, die vorsätzlich an zehn Orten im Kreis Zadar Brände gelegt haben sollen, eine einmonatige Untersuchungshaft angeordnet. Es handelt sich um drei kroatische Staatsbürger im Alter von 42, 45 und 46 Jahren sowie einen 33-jährigen polnischen Staatsbürger.
Obwohl ihnen derzeit ein schweres Verbrechen gegen die öffentliche Sicherheit vorgeworfen wird, betonen die Behörden, dass es sich hierbei nur um eine erste rechtliche Einstufung handelt, die im Laufe des Verfahrens noch verschärft werden könnte.
Unterschiedliche Gründe für die Inhaftierung und den Verdacht der Kollusion
Untersuchungsrichter Hrvoje Visković erklärte, dass die Entscheidung über die Untersuchungshaft nicht für alle Verdächtigen auf der gleichen Grundlage getroffen wurde:
Für alle vier Verdächtigen wurde das Rückfallrisiko ermittelt. Für drei männliche Verdächtige wurde das Risiko der Beeinflussung durch Zeugen ermittelt. Für einen Verdächtigen wurde aufgrund seiner doppelten Staatsbürgerschaft (kroatisch und serbisch) Fluchtgefahr festgestellt.
„Es steht außer Frage, dass die Tat vorsätzlich begangen wurde, als Sie das trockene Gras am Straßenrand in Brand setzten. Daran besteht kein Zweifel“, sagte Richter Visković, fügte aber hinzu, dass die vorherige Absprache zwischen ihnen noch nicht bewiesen sei: „Bislang haben wir lediglich die Tatsache, dass sie zugegeben haben, mit Feuerzeugen Feuer gelegt zu haben. Eine Vereinbarung liegt derzeit nicht vor.“

Geplante Razzia an zehn Orten: Beurteilung durch ein nüchternes Paar
Die Polizei geht davon aus, dass die Verdächtigen am 14. und 15. August nach einem geplanten Vorgehen mit einem Feuerzeug trockenes Gras entlang der Straße in Brand setzten und dadurch erheblichen Sachschaden verursachten. Die Brände brachen in folgenden Bereichen aus:
| Vom Brand betroffene Orte | |
| * Zadar (Weiße Brig) | * Klammern |
| * Zemunik Donji & Zemunik | * Tinjska Lišane |
| * Galloway | * Skabrnja |
| * Biljane Donje & Zapuzane | * Benkovac |
Der entscheidende Moment der Festnahme ereignete sich am Samstag in Benkovac (Raštević), als ein Ehepaar die Verdächtigen auf frischer Tat ertappte . Nachdem die Brandstifter mit einem Auto geflohen waren, erinnerte sich die Frau an Marke und Kennzeichen des Fahrzeugs, während ihr Mann das frisch entzündete Feuer mit einer Wasserflasche löschte und sofort die Polizei alarmierte.

Alkohol, Geständnis und Waffenbeschlagnahme
Die drei Männer waren zum Tatzeitpunkt stark alkoholisiert, der Status des polnischen Staatsbürgers ist noch unklar. Inoffiziellen Informationen zufolge gestand der polnische Staatsbürger als Erster die Tat , woraufhin die anderen es ihm gleichtaten.
Bei Durchsuchungen von Häusern und Fahrzeugen beschlagnahmte die Polizei Mobiltelefone, die derzeit untersucht werden, sowie illegale Waffen:
Dem 46-Jährigen wurde eine Schusswaffe abgenommen .
Bei dem 42-Jährigen wurden ein halbautomatisches Gewehr und Munition sichergestellt.
Einige der Verdächtigen sind bereits wegen Diebstahls und anderer Vergehen polizeilich bekannt.
Turudić und Anušić: „Auch Terrorismus ist nicht auszuschließen, die Strafen müssen streng sein.“
Diese beispiellose Tat rief heftige Reaktionen der Staatsführung hervor. Generalstaatsanwalt Ivan Turudić wies darauf hin, dass das Strafgesetzbuch (Artikel 97 Absatz 7) die Einstufung von Brandstiftung als Terrorismus eindeutig festlegt.
„Wir werden nun feststellen, ob es ein Motiv dafür gab und ob die Täter mit solchen Motiven handelten. Diese Möglichkeit besteht immer“, sagte Turudić und zog eine Parallele zu den verheerenden Bränden in der Nähe von Omiš, die Menschenleben forderten.
Vizepremierminister Ivan Anušić forderte die maximale Verschärfung der rechtlichen Sanktionen für solche Taten:
„Die Strafen sollten so weit wie möglich verschärft werden, damit niemand mehr auf die Idee kommt, so etwas zu tun. Es grenzt an ein schweres Verbrechen, vielleicht sogar an Terrorismus.“
Die Staatsanwaltschaft wird im Laufe des nächsten Monats eine Reihe von Beweisaufnahmemaßnahmen durchführen, darunter die Analyse der Kleidung der Verdächtigen auf Spuren von Brandmitteln, um die individuelle Rolle jedes einzelnen Täters in dieser Brandstiftungsgruppe genau zu bestimmen.
Redaktion Breaking News
Bild: HRT





