In Bosnien und Herzegowina hat offiziell der Bau eines großen Schnellstraßenprojekts begonnen, das die Stadt Mostar mit der kroatischen Grenze bei Imotski verbinden wird. Dies stellt einen bedeutenden Schritt hin zu einer verbesserten regionalen Vernetzung dar.

Die neue Route wird durch die westliche Herzegowina verlaufen und soll die Verbindungen zu Kroatien und damit auch zur Europäischen Union stärken.
Die kroatischen Behörden haben bereits Pläne angekündigt, den Bau von der Grenze bis zur Autobahn bei Zagvozd fortzusetzen und so einen durchgehenden Verkehrskorridor zu schaffen.
Die Vorarbeiten für zwei Straßenabschnitte laufen derzeit. Die ersten 12 Kilometer, die sich von der westlichen Kreuzung in Richtung Široki Brijeg bis zur östlichen Kreuzung bei Grude erstrecken, sollen bis Mitte 2028 fertiggestellt sein.
Projektleiter Matej Zovko teilte HRT mit , dass sich die Arbeiten derzeit auf die Räumung des Geländes konzentrieren.
Die nächsten Phasen umfassen die Verlegung der Infrastruktur, die Beilegung technischer Konflikte sowie die anschließenden Aushub- und Trassenvorbereitungsarbeiten.
Die lokalen Behörden begrüßten das Projekt und hoben dessen Bedeutung sowohl für die Anwohner als auch für die gesamte Wirtschaft hervor.
Die neue Straße soll die Verkehrsstaus im Zentrum von Široki Brijeg verringern und gleichzeitig den Zugang zu kroatischen und EU-Märkten verbessern, was insbesondere für die exportorientierten Industrien der Region von Bedeutung ist.
Wirtschaftsexperten verweisen zudem auf geringere Transportkosten, kürzere Reisezeiten und eine schnellere Logistik als wesentliche Vorteile.
Laut Marko Šantić, Präsident des Verbandes der Handelskammern von Bosnien und Herzegowina, wird die Straße es den Unternehmen ermöglichen, effizienter auf neue Marktchancen zu reagieren.
Das Projekt gilt als eine der bedeutendsten Infrastrukturinvestitionen in der westlichen Herzegowina; die Finanzierung wurde von der Regierung der Föderation Bosnien und Herzegowina sichergestellt.
Offizielle Stellen betonen jedoch, dass die Straße allein kein Wirtschaftswachstum garantieren wird. Ihr Erfolg hängt von koordinierten Anstrengungen verschiedener Sektoren ab, um ihr Potenzial voll auszuschöpfen.
Redaktion Service
Bild: Dalmatika-Media




