Die kroatische Regierung sei bereit einzugreifen und die Energiepreise zu deckeln, falls globale Spannungen im Nahen Osten einen signifikanten Anstieg der Treibstoffkosten auslösen sollten, sagte Premierminister Andrej Plenković am Mittwoch.
Plenković betonte, dass die Regierung gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen werde, um sowohl die Bürger als auch die nationale Wirtschaft zu schützen.
„Wir sind bereit, die Energiepreise gegebenenfalls zu begrenzen und gegebenenfalls Subventionen wieder einzuführen“, sagte der Premierminister und merkte an, dass die Regierung bereits während früherer Energiekrise ähnliche Maßnahmen ergriffen habe.
Plenković bezeichnete die aktuelle Situation im Nahen Osten als ernst und ungewiss und fügte hinzu, dass die Behörden die Entwicklungen genau beobachten und reagieren werden, falls Preiserhöhungen auch Kroatien betreffen.
„Wir werden die Situation weiter beobachten, sie bewerten und gegebenenfalls eingreifen“, sagte er.
Die Regierung hat bereits in der Vergangenheit regulatorische Maßnahmen zur Stabilisierung der Kraftstoffpreise eingesetzt, insbesondere während der globalen Energiekrise der letzten Jahre. Zu diesen Maßnahmen gehörten befristete Preisobergrenzen für Kraftstoffe und Subventionen zur Entlastung von Haushalten und Unternehmen.
Laut Premierminister behält sich die Regierung das Recht vor, neue Vorschriften zur Begrenzung der Kraftstoffpreise einzuführen, falls die Marktbedingungen einen solchen Schutz erforderlich machen.
Subventionen könnten zurückkehren
Plenković sprach auch die Möglichkeit an, Subventionen für Gas und Strom wieder einzuführen, falls die Energiekosten wieder stark ansteigen sollten.
Obwohl einige Unterstützungsmaßnahmen schrittweise ausgelaufen seien, sei die Regierung weiterhin bereit, diese bei Bedarf wieder einzuführen, sagte er.
„Die Regierung hat mehrere Jahre lang in die Kraftstoffpreise eingegriffen, um die Bürger und die Wirtschaft zu schützen. Falls nötig, werden wir die Preise erneut begrenzen“, sagte Plenković.
Hilfe für Kroaten in Konfliktgebieten
Plenković bestätigte außerdem, dass die Regierung gemeinsam mit dem Außenministerium aktiv daran arbeitet, kroatische Staatsbürger bei der Rückkehr aus von Konflikten im Nahen Osten betroffenen Ländern zu unterstützen.
Der Fokus der Regierung liege, so sagte er, sowohl auf der Gewährleistung der Sicherheit der Bürger im Ausland als auch auf der Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Stabilität im Inland, falls die globalen Energiemärkte volatiler würden.
Redaktion Politik
Bild: Dalmatinka-Media





