Einer der giftigsten Fische der Welt wurde in der Adria gefangen, nachdem ein Fischer in der Nähe von Rijeka einen Kugelfisch an Land zog, eine Art, die eher für ihre Rolle auf japanischen Speisekarten als für kroatische Gewässer bekannt ist.
Der Fisch wurde von dem Rijekaner Fischer Matija gefangen, der erst drei Jahre Erfahrung im Fischfang hat. Seine Entdeckung hat Aufsehen erregt, da Kugelfische Tetrodotoxin enthalten, eines der stärksten bekannten natürlichen Gifte.
Laut Dnevnik Nova TV kann das Gift bis zu 1250 Mal stärker sein als Zyanid. Der Fisch, in Japan als Fugu bekannt, gilt als Delikatesse, doch seine Zubereitung erfordert Fachkenntnisse, da einige Teile gefährliche Konzentrationen des Giftes enthalten.
Laut Sushi-Koch Motohiko Mochizuki, der mit Dnevnik sprach, gehören Leber, Haut und Eierstöcke zu den gefährlichsten Teilen des Fisches.
Bei unsachgemäßer Zubereitung können Vergiftungssymptome Berichten zufolge innerhalb von etwa 10 Minuten auftreten.
Trotz seines Rufs gilt Fugu in Japan als Delikatesse. Sein Fleisch ist weiß und mager, mit einem Umami-Geschmack, und 100 Gramm enthalten etwa 80 Kalorien. Eine Portion kann über 200 € kosten.
Die Entdeckung hat auch bei den Menschen in Rijeka Neugierde geweckt, obwohl die Meinungen darüber auseinandergingen, ob der Fisch jemals gegessen werden sollte.
Eine lokale Marktverkäuferin sagte gegenüber Dnevnik, sie habe noch nie zuvor Kugelfische gesehen, die in der Adria gefangen wurden, und sie würde sie nicht verkaufen.
Für alle, die die ungewöhnliche Tierart lieber sehen als essen möchten, wird es bald Gelegenheit dazu geben.
Der Fisch soll ab nächster Woche im Naturkundemuseum in Rijeka hinter Glas ausgestellt werden.
Das Auftreten von Kugelfischen in der Adria ist ein weiteres Beispiel für die ungewöhnliche Meeresart, die in kroatischen Gewässern angetroffen wird, obwohl die Umstände, wie dieser spezielle Fisch in das Gebiet gelangte, im Bericht nicht geklärt werden.
Redaktion Natur und Umwelt
Bild: GRland




