Wir fuhren nach Palagruža, um die Behauptungen des Leuchtturmwärters zu überprüfen, und trafen dort die Italiener an: „Nun, sie haben Zelte am Strand, eine Toilette, sie haben die gesamte Logistik mitgebracht!“
Wir entdeckten ein richtiges Zeltlager auf Mala Palagruža, und schwarze Schnellboote mit italienischen Flaggen kreisten über dem Archipel.
Sie haben nie mehr als die nötigste Ausrüstung zum Überleben und Schwimmen dabei und schleppen die gesamte Logistik mit sich herum: Zelte und eine tragbare Toilette, damit sie sich kostenlos direkt am Strand entspannen können!“ Das ist, kurz gesagt, die Geschichte des Leuchtturmwärters von unserem entferntesten Archipel, Palagruža, die wir im Februar veröffentlicht haben . Nun wollten wir uns selbst ein Bild machen – und tatsächlich: Am Strand von Mala Palagruža, einer kleinen Insel direkt neben Vela Palagruža, stehen ein Leuchtturm, Zelte, Wäsche, die auf einem Wäscheständer trocknet, vorgefertigte Tische und Stühle, Angel- und Tauchausrüstung. Rund um den Archipel fahren schwarze Schnellboote mit je vier Angelruten.
Unverschämtheit auf hoher See: „Er hat uns seinen Hintern gezeigt, weil er weiß, dass wir ihm nichts anhaben können.“
– Sie verhöhnen uns! – erzählt uns Voislav Šain , ein langjähriger Leuchtturmwärter und die Seele von Palagruža, der noch bis Oktober auf dieser Insel sein wird, bevor er kurz vor seinem wohlverdienten Ruhestand auf die Insel Sušac umzieht.
In den Schnellbooten sitzen Männer, und einer von ihnen, der uns beim Filmen sieht, zieht sich aus und nimmt ein Bad. Symbolisch zeigte er uns dabei seinen Hintern. Denn „was können wir ihm schon antun?“, fragen wir Šain. Warum tun sie das?
Weil sie es können. Das Problem ist, dass diese Italiener unter denselben Bedingungen wie Kroaten eine Angellizenz für kroatische Gewässer bekommen können. Früher mussten sie persönlich nach Komiža fahren, um eine Lizenz zu beantragen und dann zum Angeln zurückzukommen. Dieser Aufwand hat sich sicherlich nicht gelohnt, aber jetzt, wo das alles mit zwei Mausklicks online geht, nehmen die Italiener Kroatien gar nicht mehr wahr, außer für diesen Schurken und das, was er uns direkt vor der Nase wegschnappt – so berichtet uns Vojo.
Redaktion Breaking News
Bild: Morski.hr





