Eine österreichische Zeitung hat eine Warnung an Touristen herausgegeben, die einen Urlaub an der kroatischen Küste planen, nachdem eine Kompassqualle in flachen Gewässern nahe Vrsar in Istrien gesichtet wurde.
Die Kronen Zeitung veröffentlichte einen Videobeitrag, nachdem einer ihrer Leser die Qualle beim Schwimmen in der Nähe des beliebten Küstenabschnitts gefilmt hatte.
„Unsere Leserin und Reporterin hatte sicherlich nicht mit einer so unangenehmen Überraschung gerechnet, wie sie sie im Urlaub in Kroatien erwartete. Statt einer idyllischen und angenehmen Erfrischung im Meer entdeckte sie beim Schwimmen plötzlich eine giftige Kompassqualle und zückte sofort ihre Kamera“, schreibt Krone .
Die Sichtung hat die Aufmerksamkeit erneut auf die Art gelenkt, die laut Experten in den letzten Jahren in der nördlichen Adria immer häufiger auftaucht.
Die Kompassqualle ist leicht an den markanten dunklen, V-förmigen Zeichnungen auf ihrem gelblich-braunen Schirm zu erkennen, die an die Spitzen eines Kompasses erinnern. Obwohl sie optisch auffällig ist, enthalten ihre Tentakel Nesselzellen, die schmerzhafte Hautreaktionen hervorrufen können.
Laut Experten, die von der österreichischen Zeitung zitiert werden, kann der Kontakt mit der Qualle starke Schmerzen, Brennen, Rötungen und Schwellungen verursachen. Empfindliche Personen können stärkere allergische Reaktionen zeigen, obwohl schwerwiegende Komplikationen selten sind.
Behörden und Meeresexperten betonen zudem, dass Vorsicht geboten ist, selbst wenn Quallen tot am Strand liegen.
Ihre Nesselzellen können aktiv bleiben und bei Berührung weiterhin schmerzhafte Reaktionen hervorrufen.
Im Falle eines Kontakts raten Experten dazu, die betroffene Stelle mit Meerwasser statt mit Süßwasser abzuspülen und das Reiben der Haut zu vermeiden, da dies zu weiteren Stichen führen kann.
Kühlende Cremes können zur Linderung der Beschwerden beitragen. Bei schweren Symptomen oder dem Auftreten einer allergischen Reaktion wird eine ärztliche Behandlung empfohlen.
Kompassquallen sind im Atlantik und im Mittelmeer heimisch und werden zunehmend auch in der nördlichen und südlichen Adria gesichtet. Ihre Hauptsaison liegt typischerweise im Mai und Frühsommer, wenn Wassersportler ihnen am ehesten begegnen.
Experten appellieren weiterhin an Badegäste und Strandbesucher, Quallen nicht zu berühren und Sichtungen den zuständigen Behörden zu melden. Die jüngste Sichtung erinnert Einheimische und Besucher gleichermaßen daran, in den wärmeren Monaten an der Adria wachsam zu bleiben.
Natur und Umwelt
Bild: S.W.





