Home Land und Leute Supernova in Zadar – größer, aber auch sicher?

Supernova in Zadar – größer, aber auch sicher?

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Nicht nur Nin hatte im September 2017 unter dem Ciklon Gracija zu leiden, auch Zadar wurde schwer in Mitleidenschaft genommen. Und es traf auch das größte Einkaufszentrum Supernova. Der unter dem Gebäude verlaufende Fluss schwoll so an, dass er die gesamte Tiefgarage überflutete. Dadurch war die Stabilität gefährdet, das Dach und Träger wurden beschädigt. Einfügen möchte ich noch, dass es bereits Tage davor in der Garage tropfte, und auf dem Boden große Lachen zu sehen waren. Und so musste das Zentrum erst einmal geschlossen werden.

In den folgenden Wochen wurde bekannt gegeben, dass das Gebäude vermutlich abgerissen werden muss, weil es an dieser Stelle wegen des instabilen Untergrunds gar nicht gebaut werden hätte dürfen. Die Schuld für diesen Umstand wurde mal dem Architekten, dann dem Bodengutachter zugeschoben. Aber auch andere sollten dafür verantwortlich gemacht werden.




Doch das Einkaufszentrum erhob sich wie Phönix aus der Asche, Mitte November wurde es wieder eröffnet. Jetzt war keine Rede mehr davon, dass das Gebäude gefährdet sein könnte.



Der neue Trakt
Bereits vor dem Unglück haben die Betreiber begonnen, das Einkaufszentrum zu vergrößern.


Während der Reparatur des alten Bereichs wurden die Arbeiten fast eingestellt. Aber über den Winter 2017/2018 waren die Bauarbeiten in vollem Gange, sodass der neue Block im März feierlich eröffnet wurde.




Das Zentrum gleicht jedem beliebigen Zentrum in Europa. Geschäft reiht sich an Geschäft, das Innere hat den Charme einer Bahnhofshalle.




Auch im neuen Trakt findet man die üblichen Verdächtigen, dazu kommen noch ein paar Fastfood-Restaurants.




Die Tiefgarage ist jetzt trocken, die Wände sind frisch gestrichen.

Doch irgendwie drängen sich bei mir mehrere Fragen auf: kann es tatsächlich sein, dass das Gebäude jetzt sicher ist – auch wenn es wieder einen Sturm gibt? Wurde ein neues Gutachten gemacht, das besagt, dass in Zukunft so eine Katastrophe nicht mehr passieren kann? Und welche zusätzlichen Vorkehrungen wurden getroffen, um das Gebäude zu schützen?

 

Ein Beitrag von: Moni Losem
 Bilder: Moni Losem
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