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Neuer Plan für den Flughafen Rijeka

von Norbert Rieger
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Der Flughafen Rijeka geriet nach der Veröffentlichung verheerender Statistiken für Januar dieses Jahres in die Kritik. Als einziger Flughafen in Kroatien verzeichnete er einen deutlichen Rückgang des Passagieraufkommens um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, was bei allen Miteigentümern Alarm auslöste. Auch der Minister für Meer, Verkehr und Infrastruktur, Oleg Butković, reagierte und übergab die Verantwortung für die zukünftige Entwicklung der lokalen Bevölkerung. Er kündigte ein Schlüsseltreffen an, das über die Zukunft des Flughafens in der Kvarner-Region entscheiden soll.

Obwohl die Daten für Januar nicht ermutigend waren, geben die neuesten Zahlen für Februar 2026 dennoch Anlass zu Optimismus. 1.464 Passagiere nutzten den Flughafen Rijeka, fast doppelt so viele wie die 737 Passagiere im Februar 2025. Das langfristige Problem bleibt jedoch bestehen. Während benachbarte Flughäfen wie Zadar oder Triest in Italien jährlich mehr als 1,6 Millionen Passagiere abfertigen, kommt Rijeka seit Jahren mit weniger als zehn Prozent dieses Passagieraufkommens nicht aus.

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Minister Butković: „Kvarner ist in erster Linie ein Autoreiseziel“

In seinen Äußerungen Mitte März betonte Minister Butković, dass der Staat, der mit 55 Prozent die Mehrheitsbeteiligung hält, weiterhin offen für alle Infrastrukturinvestitionen sei, die Initiative jedoch von den Kommunen ausgehen müsse. Er erinnerte an die bisherigen Investitionen in das Passagierterminal, hob aber gleichzeitig hervor, dass es nun entscheidend sei, einen überzeugenden Plan zur Gewinnung von Passagieren und Fluggesellschaften zu entwickeln.

„Jetzt kommt es auf eine gute Planung an, um die Nutzung des Flughafens attraktiver zu gestalten. Es liegt nun in der Verantwortung der lokalen Bevölkerung, für einen stabilen Flughafenbetrieb zu sorgen, und die Zahlen werden dieses Jahr voraussichtlich steigen. Hinzu kommen objektive Gegebenheiten. Die Kvarner-Region ist ein Reiseziel, das hauptsächlich mit dem Auto erreichbar ist, und nicht wie Split oder Dubrovnik ein typisches Flugziel“, stellte Minister Butković klar. Er erklärte, sein Ministerium werde einen Vertreter zum angekündigten Treffen zwischen der Gespanschaft Primorje-Gorski Kotar und der Stadt Rijeka entsenden und jede notwendige Unterstützung leisten, sobald eine klare Entwicklungsrichtung festgelegt sei.

Wer sind die Eigentümer und was sind die Pläne?

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Die Eigentümerstruktur des Flughafens Rijeka ist komplex und umfasst eine Reihe von Beteiligten. Neben der Republik Kroatien (55 %) halten die Gespanschaft Primorje-Gorski Kotar (20 %) und die Stadt Rijeka (10 %) bedeutende Anteile. Die restlichen Anteile verteilen sich auf die Städte Krk (vier Prozent), Crikvenica (vier Prozent), Opatija (vier Prozent) und die Gemeinde Omišalj (drei Prozent), auf deren Gebiet sich der Flughafen befindet.

Die Modernisierungspläne bestehen bereits seit Längerem, und das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt wird auf rund 20 Millionen Euro geschätzt. Das Projekt, für das bereits ein Konzeptentwurf vorliegt, umfasst den Umbau und die Erweiterung des Passagiergebäudes, der Flugzeugabstellflächen und der Start- und Landebahnen. Die Finanzierung soll durch eine Kombination aus EU-Mitteln und einer öffentlich-privaten Partnerschaft erfolgen.

Kommunale Behörden suchen nach neuer Strategie

Offenbar ist man sich auch auf lokaler Ebene bewusst, dass ein Wandel notwendig ist. Der Präsident der Bezirksversammlung, Marko Boras Mandić, und der Präsident des Stadtrats von Rijeka, Robert Kurelić, haben eine gemeinsame thematische Sitzung vorgeschlagen, um eine neue Managementstrategie zu erarbeiten. Beide waren sich einig, dass das bisherige, bis 2018 geltende Modell nicht mehr tragfähig ist und der Flughafen „neue Ideen“ benötigt. Aufgrund von Bauarbeiten am Flughafen Zagreb Franjo Tuđman hat der Flughafen Rijeka vorübergehend einen Teil des Flugverkehrs übernommen und ist für die nächsten zwei Monate rund um die Uhr in Betrieb.

Es wird erwartet, dass das bevorstehende Treffen aller Miteigentümer endlich Klarheit darüber bringen wird, welche Richtung der Flughafen Rijeka einschlagen wird. Ob die lokalen Verantwortlichen einen tragfähigen Plan entwickeln können, der neue Fluggesellschaften und Passagiere anzieht und den der Staat dann auch finanziell unterstützen wird, wird sich erst mit der Zeit zeigen.

Redaktion Tourismus
Bild: Airport Krk

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