Bis 2034 wird Kroatien dank eines großen Luftbildkartierungsprojekts über einen vollständigen Satz offizieller Staatskarten verfügen.
Das kroatische Parlament hat ein langfristiges Programm zur Erstellung detaillierter und aktueller geografischer Daten für das gesamte Land genehmigt.
Das von 2025 bis 2034 laufende Programm wird aerophotogrammetrische Bildgebung und LIDAR-Luftaufnahmen umfassen.
Diese fortschrittlichen Technologien liefern präzise topografische Daten und helfen bei der Erstellung offizieller Landeskarten in verschiedenen Maßstäben, darunter 1:25.000, 1:50.000, 1:100.000 und 1:250.000.
Staatssekretärin Dunja Magaš vom Ministerium für Raumplanung, Bauwesen und Staatsvermögen betonte die Bedeutung des Projekts.
„Diese aktualisierten Geodaten werden für die Stadtplanung, das Krisenmanagement, den Umweltschutz und die nachhaltige Entwicklung von entscheidender Bedeutung sein“, sagte sie.
Das Projekt wird von der Staatlichen Geodätischen Verwaltung geleitet und verfügt über ein Gesamtbudget von 36,8 Millionen Euro (inkl. Mehrwertsteuer). Davon kommen 28,5 Millionen Euro aus dem Staatshaushalt, während 8,3 Millionen Euro aus anderen Quellen, darunter EU-Mitteln, finanziert werden.
Der LIDAR-Bildgebungsteil des Projekts wird durch ein Darlehen der Weltbank finanziert.
Die Abgeordneten betonten die Bedeutung aktueller Karten, insbesondere in Notfallsituationen.
Ante Babić von HDZ betonte deren Bedeutung für die Reaktion auf Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Erdbeben, während Predrag Štromar von HNS den Echtzeitzugriff auf Daten über Onlinedienste begrüßte.
Das neue Kartierungsprogramm soll die Raumplanung und die Reaktion auf Katastrophenfälle verbessern und gleichzeitig wichtige Daten für den öffentlichen und privaten Sektor liefern.
Redaktion Politik
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