Experte prognostiziert weiteres Wachstum aufgrund steigender Grundstücks- und Arbeitskosten.
Der kroatische Immobilienmarkt setzte seinen Aufwärtstrend 2025 fort, vor allem aufgrund eines anhaltenden Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage. Trotz stetiger Bautätigkeit liegt die Zahl der neu gebauten Wohnungen deutlich unter dem tatsächlichen Marktbedarf, wodurch die Preise weiterhin unter Aufwärtsdruck stehen.
Im Jahr 2024 wurden landesweit rund 16.500 Wohnungen gebaut. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2007 wurden in Kroatien etwa 25.000 neue Wohneinheiten fertiggestellt, rund 50 Prozent mehr als heute.
Gleichzeitig sind die Gesamtnachfrage und die Marktliquidität deutlich höher als vor fast zwei Jahrzehnten.
Aus Sicht der Bauträger stiegen die Baukosten im Jahr 2025 um rund 10 Prozent, was sich in einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg der Wohnungspreise um etwa 12 Prozent widerspiegelte.
Um besser zu verstehen, was uns im Jahr 2026 erwartet, sprach Croatia Week mit Saša Perko , Master of Civil Engineering und Direktor der DOMinvest-Gruppe, der Einblicke in die wichtigsten Faktoren gab, die die Immobilienpreise beeinflussen, von Baumaterialien und Grundstücken bis hin zu Arbeitskräften und staatlichen Regulierungen.
Bei den Baustoffpreisen werden keine größeren Schocks erwartet
Laut Perko gibt es derzeit keine Anzeichen für dramatische Preissteigerungen bei Baumaterialien im Jahr 2026.
„Die aktuellen Trends deuten auf ein stabiles und moderates Wachstum hin“, erklärt er. „Die Materialpreise steigen zwar wöchentlich oder monatlich, aber in relativ geringem Maße, im Großen und Ganzen im Einklang mit der allgemeinen Inflation von rund vier Prozent.“
Dies stellt einen deutlichen Kontrast zu den starken Preisanstiegen in den Jahren 2022 und 2023 dar. Laut Perko geht der eigentliche Druck heute von den Lohnkosten aus , die sich zum Haupttreiber steigender Baukosten entwickelt haben.
Redaktion Wirtschaft
Bild: zVg.



