Laut den neuesten Daten von Eurostat liegt Kroatien bei den Restaurant- und Hotelpreisen nahe am Durchschnitt der Europäischen Union.
Die Zahlen bieten einen nützlichen Vergleich für Reisende, Unternehmen und politische Entscheidungsträger, die die Kosten von Gastgewerbedienstleistungen in ganz Europa bewerten.
Der Preisniveauindex von Eurostat misst die relativen Kosten von Restaurants und Hotels in den einzelnen Ländern, wobei der EU-Durchschnitt als Referenzwert von 100 dient.
Der Index spiegelt nicht die tatsächlichen Preise wider, sondern zeigt, wie teuer oder günstig ein Standardkorb an Gastgewerbeleistungen im Vergleich zum europäischen Durchschnitt ist.
Die Daten verdeutlichen erhebliche Unterschiede innerhalb des Kontinents. Die Schweiz führt die Liste als teuerstes Reiseziel unter 37 europäischen Ländern an, mit Restaurant- und Hotelpreisen, die mehr als 70 Prozent über dem EU-Durchschnitt liegen, schreibt Euronews .
Am anderen Ende der Skala steht Nordmazedonien als günstigstes Land; die Kosten liegen dort bei etwa der Hälfte des EU-Richtwertes.
Innerhalb der Europäischen Union ist Dänemark das teuerste Land für Essen und Unterkunft, während Bulgarien die niedrigsten Preise bietet, die deutlich unter dem EU-Durchschnitt liegen.
Kroatien im mediterranen Kontext
Kroatien liegt nahe am EU-Durchschnitt von 100 € und zählt damit zu den preisgünstigeren Reisezielen in Europa.
Im Vergleich zu anderen Mittelmeerländern ist Kroatien teurer als einige südeuropäische Konkurrenten, bleibt aber insgesamt wettbewerbsfähig.
Portugal, Spanien und Griechenland weisen deutlich niedrigere Hotelkosten als der EU-Durchschnitt auf, während Italien in Südeuropa als teurere Ausnahme hervorsticht. Unter den Mittelmeerinseln sind Zypern und Malta etwas günstiger als Kroatien, obwohl beide immer noch teurer sind als viele Länder in Osteuropa und auf dem Balkan.
Die Zahlen bestätigen klare regionale Trends. Die nordischen Länder zählen durchweg zu den teuersten Ländern für Restaurants und Hotels, was auf höhere Lohnniveaus und Betriebskosten zurückzuführen ist.
Viele westeuropäische Länder, darunter Irland, die Niederlande, Belgien, Deutschland und Frankreich, liegen auf oder über dem EU-Durchschnitt.
Im Gegensatz dazu sind Gastgewerbedienstleistungen in Osteuropa und einem Großteil des Balkans nach wie vor deutlich günstiger, was ihren Ruf als erschwingliche Reiseziele für Touristen festigt.
Nordmazedonien ist das günstigste Reiseziel, gefolgt von Albanien, Bulgarien, Montenegro, Serbien und Rumänien.
Die Preisunterschiede in Europa werden maßgeblich durch die Lohnkosten bestimmt, da das Gastgewerbe ein arbeitsintensiver Sektor ist. Länder mit höheren Löhnen und stärkeren Sozialversicherungssystemen weisen tendenziell höhere Preise für Gastronomie und Unterkunft auf.
Weitere Einflussfaktoren sind Unterschiede bei Energie- und Nebenkosten, Steuern wie die Mehrwertsteuer und die Preise für Gewerbeimmobilien. Zusammengenommen führen diese Elemente zu unterschiedlichen Kostenstrukturen für Gastgewerbebetriebe in den einzelnen Ländern.
Die teuersten Länder
- Schweiz – 171
- Island – 167
- Dänemark – 148
- Norwegen – 140
- Finnland – 129
- Niederlande – 127
- Belgien – 125
- Luxemburg – 124
- Schweden – 124
- Deutschland – 117
- Österreich – 112
- Frankreich – 110
- Italien – 110
- Eurozone – 102
- EU – 100
- Estland – 98
- Kroatien – 95
Redaktion Kulinarik
Bild: zVg.





