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Digitalisierung der Wirtschaft: Wie stark ist Kroatien schon aufgestellt?

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In nahezu allen Wirtschaftsbranchen steht die digitale Transformation ganz oben auf der Agenda. Die Zeiten, in denen die Wirtschaft nur mit dem physischen Produkt und seiner Vermarktung zu tun hatte, sind längst vorbei. Durch die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft werden immer mehr Prozesse automatisiert und global vernetzt. Auch Kroatien stellt sich dieser Herausforderung und möchte die Chancen für mehr Wachstum nutzen.

Selbstverständlich gehört zur Digitalisierung eine gut ausgebaute Internetverbindung. Denn auf gut Glück eine Digitalisierung anstreben, als würde man dem Jackpot im Casino777 Schweiz am Slot entgegenfiebern, ist keine gute Idee. Glücklicherweise kann das Land mit einem gut ausgebauten Internet diese Grundvoraussetzung erfüllen und ist in einigen Punkten bereits innovativ unterwegs.

Doch wie stark ist die dortige Wirtschaft bereits digital aufgestellt? In diesem Artikel möchten wir einen Einblick geben, wie weit Kroatiens Wirtschaft den Vorteil der Digitalisierung bereits nutzt und was diese eigentlich mit sich bringt.

Warum ist die digitale Transformation der Wirtschaft so bedeutend?

Zuletzt beklagte die Europäische Kommission 2017, dass einige Länder im Vergleich zum europäischen Durchschnitt in puncto Digitalisierung nicht mithalten können. Dazu zählten Bulgarien, Griechenland, Polen, Italien und Rumänien. Doch Länder, die diese Transformation nicht vollziehen, werden zurückbleiben. 

Denn durch die Digitalisierung der Wirtschaft werden völlig neue Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen möglich. Die erste Voraussetzung für die Umsetzung einer erfolgreichen Digitalisierung ist die Bereitschaft des Landes, sich stets weiterzuentwickeln und an neue Herausforderungen anzupassen. 

Diesen Schritt hat beispielsweise Kroatien im Jahr 2021 auf dem Austria Showcase weiter vorangetrieben. Die Digitalisierung ermöglicht es Unternehmen, ihre Geschäftsprozesse zu automatisieren und so effizienter zu arbeiten. Durch die Nutzung von Big Data können Unternehmen zudem besser auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen und personalisierte Angebote unterbreiten. 

Auch die Arbeitswelt unterzieht sich durch diesen Schritt einem starken Wandel. So können immer mehr Tätigkeiten durch maschinelle Lernverfahren übernommen werden, was den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften reduziert. Gleichzeitig eröffnen sich durch die Digitalisierung aber auch ganz neue Berufsfelder.

Einige der Jobs, die durch die Digitalisierung entstanden sind:

  1. Datenanalytiker: Je digitaler die Welt wird, desto mehr Daten werden dort gesammelt. Diese Daten müssen analysiert und ausgewertet werden, um herauszufinden, welche Trends sich abzeichnen und welche Entscheidungen getroffen werden müssen.
  2. Online-Marketing-Experte: Unternehmen müssen in der digitalisierten Welt lernen, wie sie ihre Produkte und Dienstleistungen online am besten bewerben und verkaufen können. Dafür brauchen sie Experten, die mit den neuesten Online-Marketing-Trends vertraut sind.
  3. Social Media Manager: Facebook, Instagram und Co. sind heute ein wichtiger Bestandteil des Marketings eines Unternehmens. Um erfolgreich zu sein, braucht es jemanden, der die Social-Media-Kanäle des Unternehmens verwaltet und ständig mit interessantem Content versorgt.
  4. App-Entwickler: Immer mehr Menschen nutzen Smartphones und Tablets, um im Internet zu surfen und Apps zu nutzen. Unternehmen, die eine eigene App entwickeln möchten, benötigen daher jemanden mit entsprechendem Fachwissen.
  5. Cybersecurity-Experte: In einer digitalisierten Welt ist es mehr denn je notwendig, dass Unternehmen ihre Daten vor Hackern schützen. Dafür brauchen sie Experten, die sich mit dem Thema Cybersecurity auskennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen können.

2021 kam der Stein zur Digitalisierung Kroatiens richtig ins Rollen

Am 24. und 25. November letzten Jahres fand im Zusammenspiel des kroatischen Zentralamtes, der Wirtschaftskammer und des österreichischen Außenzentrums, der sogenannten Austria Showcase mit Schwerpunkt Digitalisierung Kroatien in Zagreb statt. An diesem zweitägigen Event versammelten sich Vertreter von führenden Industrie- und Technologiebranchen aus beiden Ländern. 

Ziel war es, sich über Erfahrungen, Technologien und eventuelle Lösungsansätze für ein schnelleres Voranschreiten der kroatischen Digitalisierung auszutauschen. Eine weitere Zielsetzung dieser Veranstaltung waren selbstverständlich auch das Knüpfen neuer Geschäftskontakte sowie das Ausloten eventueller Kooperationen. An Tag eins stellten drei kroatische Unternehmen vor, wie die Digitalisierung auszusehen hat. 

Klimaoprema, Tokic und die Koncar Group gelten als Paradebeispiele, bei denen bereits modernste Technologie und die Digitalisierung zahlreicher Unternehmensprozesse zum Arbeitsalltag gehören. Den darauffolgenden Tag verbrachten über 120 Teilnehmer in einer hybriden Konferenz mit dem Themenschwerpunkt Digitalisierung der kroatischen Wirtschaft. 

Unter den Veranstaltern waren einige bekannte Persönlichkeiten aus der Branche wie Marko Markic, Direktor Ministerium nachhaltige Entwicklung EU, sowie Staatssekretär des kroatischen Zentralamtes für Entwicklung, Bernard Grsic. Gemeinsam stellten sie aktuell angewandten Strategien zur Digitalisierung der kroatischen Wirtschaft vor und offenbarten das Potenzial für weltweite Kooperationen. Denn in den vergangenen Jahren hatte Kroatien den Sprung in die Digitalisierung nahezu verpasst. 

Um den Herausforderungen der Digitalisierung gerecht zu werden, wurde im Rahmen der Veranstaltung auch über die RRF-Gelder für mögliche Digitalisierungsprojekte gesprochen. Aber auch über eine Grundlage für die Zusammenarbeit von österreichischen und kroatischen innovativen Unternehmen und Institutionen als Voraussetzung für noch bessere wirtschaftliche Beziehungen der beiden Länder.

Welche Branchen in Kroatien sind am stärksten digitalisiert?

Die Wirtschaft ist bereits seit einigen Jahren auf dem Weg der Digitalisierung und konnte schon in verschiedenen Branchen Fortschritte erzielen. Allerdings ist das Land noch weit von einer umfassenden digitalen Transformation entfernt, was sich auch im EU-Vergleich widerspiegelt. Die meisten Branchen sind stark von der konventionellen Wirtschaft geprägt und haben wenig Fokus auf die Digitalisierung der Produkte oder Dienstleistungen.

Einige Branchen sind jedoch deutlich weiter als andere und konnten bereits wichtige Partnerschaften mit anderen Ländern schließen. Seit Jahren gehört Deutschland zu einem der bedeutendsten Handelspartner des osteuropäischen Landes und so wundert es niemanden, dass sich hierdurch deutsche Investoren unter anderem die Digitalisierung von Informations- und Kommunikationstechnologien vorantreiben.

Weiterhin finden immer mehr große Unternehmen ihren Weg nach Kroatien. So hat beispielsweise 2021 in Zagreb ein Standort von Majorel eröffnet, ein Tochterunternehmen der Bertelsmann Gruppe und Experte auf dem Gebiet Customer Experience Management (CXM)-Lösungen.

Fazit: Wo steht Kroatien noch im Vergleich zu anderen Ländern?

Seit Langem ist Kroatien bekannt für seine langsame Aufholjagd im Bereich der Digitalisierung der Wirtschaft. Lange Zeit hat das osteuropäische Land in puncto Digitalisierung kaum einen Finger gekrümmt, doch jetzt geht es langsam vorwärts. 

Zwar belegte das Land 2020 im Vergleich mit den europäischen Kollegen nur Platz 26 von 28, aber die Regierung ist in tatkräftiger Unterstützung von etwa Österreich und auch Deutschland auf einem guten Weg.

Redaktion Wirtschaft
Bild: unsplash.com/photos
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