Kroatien zählt zu den weltweit führenden Destinationen für Segel- und Chartertourismus, doch bisher gab es keine wissenschaftlich fundierten Untersuchungen zu Schiffsemissionen in diesem Sektor. Eine neue wissenschaftliche Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tourismus , der Fakultät für Maschinenbau und Schiffbau sowie der Organisation Green Sail durchgeführt wurde , liefert nun erstmals wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Emissionen von Charterflotten auf Basis realer Betriebsdaten von Schiffen.

Die Studie basiert auf Daten, die im Rahmen des Programms „Green Sail Footprint“ in Yachthäfen der Gespanschaften Šibenik-Knin und Split-Dalmatien in Zusammenarbeit mit Charterunternehmen und Skippern erhoben wurden. Die Analyse umfasste Daten zum Kraftstoffverbrauch, den Motorbetriebsstunden und den technischen Merkmalen von Segelbooten, Yachten und Katamaranen mit einer Länge von 10 bis 20 Metern.
Die Ergebnisse bestätigen, dass die Emissionen mit der Schiffsgröße und dem Schiffstyp steigen, wobei Katamarane aufgrund ihres höheren Treibstoffverbrauchs eine größere Emissionsbilanz aufweisen. Obwohl sie nur etwa ein Drittel der Stichprobe ausmachten, verursachten Katamarane einen unverhältnismäßig großen Anteil der Gesamtemissionen, was insbesondere angesichts des rasanten Wachstums dieses Marktsegments von Bedeutung ist.
Die Ergebnisse basieren auf einer Stichprobe von 160 Schiffen und wurden auf die gesamte kroatische Charterflotte von rund 4.500 Schiffen hochgerechnet, mit geschätzten saisonalen Emissionen von 30.000 bis 40.000 Tonnen CO₂. Dies ist die erste umfassende Emissionsbewertung im kroatischen Chartersektor und unterstreicht die Bedeutung qualitativ hochwertiger Daten als Grundlage für die nachhaltige Entwicklung des nautischen Tourismus.
Die Studie zeigt, wie die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie die wissenschaftlich fundierten und verlässlichen Daten liefern kann, die für die Umsetzung effektiver Strategien und einen intelligenten Übergang zu einem verantwortungsvolleren und langfristig nachhaltigen nautischen Tourismus notwendig sind.
Weitere Details finden Sie in der vollständigen wissenschaftlichen Studie HIER .
Redaktion Natur und Umwelt
Bild: Dalmatinka-Media




