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Dampfen im Kroatien-Urlaub: Aktuelle Regeln und Tipps für Reisende

von Norbert Rieger
0 Kommentare 6 Minuten Lesezeit

Entspanntes Dampfen an der kroatischen Adriaküste. Wer die lokalen Bestimmungen kennt, kann den Urlaub unbeschwert geniessen.

Reisevorbereitung und Vorräte für den Urlaub

Die Vorbereitung beginnt bereits beim Packen. Urlauber unterschätzen oft, wie schwierig es sein kann, im Ausland exakt die Produkte zu finden, die sie zu Hause täglich nutzen. Besonders auf kleineren Inseln oder in abgelegenen Küstendörfern gibt es kaum Vape-Shops. Das Sortiment der kleinen kroatischen Kioske beschränkt sich meist auf wenige Einweg-Produkte. Wer dort Zubehörteile oder eine E-Zigarette kaufen möchte, sucht oft vergebens. Um während der Ferienzeiten nicht plötzlich vor leeren Regalen zu stehen, sollten Reisende ihren Bedarf im Voraus planen. Wer sichergehen möchte, sein gewohntes E-Liquid zur Verfügung zu haben, sollte sich rechtzeitig eindecken und beispielsweise vor der Abreise online sein Lieblings-E-Liquid bestellen. Neben den E-Liquids gehören auch ausreichend Ersatzverdampferköpfe ins Gepäck. Diese Verschleissteile sind vor Ort oft noch schwerer aufzutreiben als die Liquids selbst. Auch an eine starke Powerbank für lange Strandtage sollte gedacht werden, da die Hitze den Akku schneller entladen kann. Kroatien nutzt die standardmässigen europäischen Steckdosen, sodass Stromadapter für Reisende aus Mitteleuropa nicht notwendig sind.

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Um die gewohnten E-Liquids im Urlaub geniessen zu können, empfiehlt es sich, sich vor der Abreise einzudecken.

Gesetzliche Vorgaben in Kroatien

In Kroatien gelten E-Zigaretten rechtlich als Tabakprodukte. Das bedeutet, dass sie überall dort verboten sind, wo auch das Rauchen von normalen Zigaretten untersagt ist. Das kroatische Gesetz zum Schutz vor Tabakrauch verbietet die Nutzung in sämtlichen geschlossenen öffentlichen Räumen. Dazu zählen Restaurants, Bars, Einkaufszentren, Krankenhäuser sowie Behörden. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, wie in Stadtbussen oder auf den Autofähren, ist die Nutzung strikt untersagt. Wer auf einer Fähre reist, darf die Geräte ausschliesslich in den speziell markierten Aussenbereichen auf dem Deck verwenden. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafen geahndet, die durch die Behörden konsequent eingefordert werden. Der Verkauf von E-Zigaretten und E-Liquids ist in Kroatien ausschliesslich an Personen ab 18 Jahren gestattet. Das betrifft sowohl Produkte mit als auch ohne Nikotin. In Supermärkten und an Kiosken fordern die Verkäufer regelmässig einen Ausweis, wenn das Alter des Käufers nicht eindeutig feststeht.

Rücksichtnahme an Stränden, in Nationalparks und auf Terrassen

Kroatien lockt vor allem mit seiner unberührten Natur. In den bekannten Nationalparks wie den Plitvicer Seen oder dem Krka-Nationalpark gelten extrem strenge Brandschutzvorschriften. Zwar geht von E-Zigaretten keine offene Flamme aus, die Parkverwaltungen machen bei den Verboten jedoch keine Ausnahmen. Die Nutzung ist ausschliesslich auf konkret ausgewiesene Pausenbereiche beschränkt. Auch an den zahlreichen Kiesstränden und Felsbuchten ist Aufmerksamkeit gefordert. An Stränden im Freien ist das Dampfen grundsätzlich gestattet, sofern keine lokalen Gemeindeverordnungen ein explizites Verbot aussprechen. Es gilt jedoch das ungeschriebene Gebot der Rücksichtnahme. Da die Badeorte in der Hochsaison dicht belegt sind, stört dichter Dampf unter Umständen die Liegenachbarn. In der Gastronomie findet das Leben in Kroatien während der Sommermonate hauptsächlich im Freien statt. Auf den Terrassen der Konobas und Cafés stehen fast immer Aschenbecher bereit, und dort ist die Nutzung in der Regel gestattet. Bei starkem Wind oder dicht gestellten Tischen empfiehlt es sich dennoch, kurz beim Personal oder den direkten Sitznachbarn nachzufragen.

Anreise: Vorschriften für Flugzeug, Auto und den Grenzübertritt

Die Art der Anreise bestimmt, wie die E-Zigarette und das entsprechende Zubehör transportiert werden muss. Bei Flugreisen gilt weltweit die Vorschrift der Luftfahrtbehörden, dass alle Geräte mit fest verbauten oder losen Akkus zwingend im Handgepäck mitgeführt werden müssen. Im Frachtraum des Flugzeugs herrscht Brandgefahr durch mögliche Kurzschlüsse. Flüssigkeiten im Handgepäck unterliegen der bekannten 100-Milliliter-Grenze und müssen in einem transparenten Beutel verpackt sein. Grössere Flaschen gehören in den aufzugebenden Koffer. Wer mit dem Auto anreist, muss besonders bei heissen Temperaturen aufpassen. Geräte und Akkus dürfen niemals im geschlossenen Fahrzeug in der prallen Sonne liegen bleiben. Die extremen Temperaturen im Wageninneren können die Akkuzellen beschädigen oder zur Explosion bringen. Beim Grenzübertritt nach Kroatien profitieren EU-Bürger vom freien Warenverkehr. Für den Eigenbedarf gibt es keine strengen Zollgrenzen, solange die Mengen plausibel für einen Urlaub sind. Wer jedoch aus Nicht-EU-Ländern wie der Schweiz anreist oder durch Nicht-EU-Länder fährt, muss die exakten Freimengen für Zollkontrollen beachten. Die Flüssigkeiten müssen bei Kontrollen an Aussengrenzen deklariert werden, wenn sie die erlaubten Einfuhrmengen für den persönlichen Bedarf überschreiten.

Verfügbarkeit von Vapes und Ersatzteilen vor in Kroatien

Sollte das mitgebrachte Material unerwartet zur Neige gehen, gibt es in Kroatien Möglichkeiten für Nachschub. Das dichteste Netz an Verkaufsstellen bieten die kleinen, roten Kioske der Kette „Tisak“, die in fast jedem Ort zu finden sind. Sie führen Einweggeräte und vereinzelt kleine Flaschen mit E-Liquid. Die Auswahl ist jedoch bescheiden und die Preise liegen oft deutlich über dem Niveau im heimischen Fachhandel. Apotheken verkaufen in Kroatien keine Produkte rund um die E-Zigarette. E-Zigaretten Shops existieren primär in grossen Städten wie Zagreb, Split, Rijeka, Zadar oder Dubrovnik. Wer in diesen Ballungszentren Urlaub macht, findet gut sortierte Shops mit kompetentem Personal. Auf dem Land oder auf den Inseln sucht man derartige Shops hingegen vergebens. Beim Kauf an touristischen Marktständen oder bei fliegenden Händlern an der Strandpromenade ist Vorsicht geboten. Hier tauchen gelegentlich Fälschungen auf, deren Inhaltsstoffe unbekannt und ungeprüft sind. Ein Kauf bei Fachhändlern mit guten Bewertungen oder an offiziellen Kiosken bietet die notwendige Sicherheit bezüglich der Produktqualität.

Redaktion Service
Bild: unsplash.com/de

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